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Turnen

12.10.2020

Schock bei der Bodenübung und Pech für Janine Berger

Janine Berger aus Bubesheim konnte dem Bundesliga-Turnteam des SSV Ulm 1846 diesmal nicht helfen.
Bild: Flowvision

Plus Die schwere Verletzung einer Turnerin des SSV Ulm 1846 überschattet den Bundesliga-Wettkampf. Warum die Bubesheimerin diesmal passen muss.

Die Ulmer Turnerinnen haben ihre gute Ausgangsposition in der Bundesliga verloren. Beim Wettkampf in Mannheim hatte das Team am Samstag, 10. Oktober, mit erheblichem Verletzungspech zu kämpfen und erreichte lediglich Platz sechs unter acht Mannschaften. Janine Berger aus Bubesheim musste aufgrund von Rückenproblemen kurzfristig passen. Die Punktegarantin am Sprung und am Barren trat nach Absprache mit ihren Betreuern vorsichtshalber nicht an.

Janine Berger: "Starte nur, wenn ich mich sicher fühle"

Im Vorfeld des Wettkampfs habe sie nicht konstant trainieren können, berichtete Berger. „Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass ich nur starte, wenn ich mich absolut sicher fühle und das war nicht der Fall“, schilderte die 24-Jährige ihre Gedanken. Die Bubesheimerin hatte in ihrer langen und äußerst erfolgreichen Laufbahn unter anderem einen kapitalen Knieschaden erlitten (2014 bei den nationalen Meisterschaften in Stuttgart); eine Erfahrung, die sie im Grunde bis heute begleitet.

Achillessehne gerissen

Der Bundesliga-Tag in Mannheim begann schon ganz schlecht für die Ulmerinnen. Auf der allerersten Bahn ihrer Boden-Übung erlitt Annika Göttler einen Achillessehnen-Abriss. Die 24-Jährige wurde nach Angaben von Trainer Gabor Scücs zunächst in einem nahe gelegenen Krankenhaus versorgt und an diesem Montag, 12. Oktober, in Ehingen operiert. Für mindestens den Rest der Saison wird Göttler ausfallen. Berger, die den Unfall hautnah miterlebte, sagte erschüttert: „Das war natürlich ein Schock für uns alle.“

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Dieses Erlebnis einfach aus den Ärmeln zu schütteln, gelang den Ulmerinnen nicht vollständig, obwohl ihre Beste, die Niederländerin Tisha Volleman, Platz drei der Vierkampf-Einzelwertung belegte. Angesichts der Umstände ist der sechste Platz für den SSV 1846 beinahe als Erfolg zu werten. Zur verheerenden Boden-Punktzahl (36,15) addierten die Ulmer Turnerinnen immerhin 49,75 Zähler am Sprung, 42,95 am Barren und 44,45 am Balken. Der Vergleich mit den Resultaten des ersten Bundesliga-Wettkampfs in Karlsruhe zeigt, dass die Mädels aus der Münsterstadt an guten Tagen absolut das Zeug zu Platz vier, an Ausnahme-Tagen auch zu Platz drei in Deutschland haben.

Derzeit steht Ulm auf Platz fünf

Nun sind sie Fünfte im Gesamtklassement. Das eröffnet dem Team auf jeden Fall noch die Aussicht, im November mit einem Top-Wettkampf in Dresden den angepeilten vierten Platz und damit die Qualifikation für das Bundesliga-Finale zu schaffen. Berger ist sehr zuversichtlich, dass sie dann wieder mitturnen kann. Den Final-Einzug gibt die Bubesheimerin noch nicht verloren. „Wenn wir den nächsten Wettkampf gut turnen, wäre es noch drin“, sagt sie.

Einmal mehr dominant trat in Mannheim das Team des MTV Stuttgart auf. Der Tabellenführer siegte mit 203,00 Punkten und hielt damit Verfolger TSV Tittmoning (196,50) auf Distanz.

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