Newsticker

Merkel betont Notwendigkeit weiterer Corona-Beschränkungen
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Schönheit gibt es nicht umsonst

Städtebau

11.05.2018

Schönheit gibt es nicht umsonst

Ichenhausen legt ein Förderprogramm für das Sanierungsgebiet in der Kernstadt neu auf

Ein schönes Stadtbild, vor allem im Zentrum, wo es noch viele historische Gebäude gibt, ist Ichenhausen etwas wert – nicht erst seit gestern. Jetzt wurde das aus dem Jahr 1997 stammende kommunale Förderprogramm überarbeitet. Die Grundzüge bleiben, aber es gibt eine Änderung, die auch dem demografischen Wandel und ökologischen Gesichtspunkten Rechnung tragen.

Gefördert werden im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms II „Soziale Stadt“ nach wie vor städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen, in erster Linie Maßnahmen an Dächern, Fassaden, Türen und Fenstern, die dem Erhalt der charakteristischen und ortsbildprägenden Merkmale der Innenstadt zugute kommen, sagte Kämmerer Michael Fritz, der den Stadträten das überarbeitete Programm vorstellte. Damit soll aber nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Altstadt verbessert werden. Um keine falsche Hofnung aufkommen zu lassen, sagte Bürgermeister Robert Strobel in der Stadtratssitzung: „Es soll sich um keinen unterlassenen Bauunterhalt handeln.“ Bei Reparaturstaus greift das Förderprogramm nicht.

Wie bisher umfasst das Programm das förmlich festgesetzte Sanierungsgebiet, das, vereinfacht gesagt, auf dem Stadtplan ein etwas unförmiges Kreuz um die Achse Günzburger Straße, Wiesgasse, Neue Bahnhofstraße und Marktstraße/Heinrich-Sinz-Straße/Krumbacher Straße bildet. Dabei gibt es nicht überall gleich viel Förderung, wenn Eigentümer ihre Immobilie im Sinne des Städtebaus aufwerten. Die Maximalförderung von 25 Prozent kann die Stadt für Verbesserungen an Gebäuden mit stadtgestalterisch hochwertiger Bebauung entlang der Hauptachse Günzburger Straße, Marktstraße, Heinrich-Sinz-Straße und Krumbacher Straße vergeben. 15 Prozent gibt es für die „rückwärtige historische Bebauung“, die grob gesagt die Altstadt umfasst, und zehn Prozent Förderung in angrenzenden Arealen, zu denen vor allem der Westen bis zur Thaler Mühle gehört. Auch das ehemalige Sky-Areal und ein Zwickel wischen Günzburger und Ettenberer Straße liegen im Bereich, der als „sonstige Flächen im Sanierungsgebiet“ beschrieben wird.

Neben der Fassadengestaltung und der Sanierung der Außenhaut von Gebäuden umfasst das Programm private Plätze, Höfe, Gärten und Einfriedungen, wobei es nicht nur um ein schönes Stadtbild geht. Auch Aspekte wie Flächenentsiegelung und Verbesserung des Stadtklimas zählen. Neu ist auch, dass die Schaffung von barrierefreien Zugängen förderfähig ist. Grundsätzlich geht es um Erhalt, Neuansiedlung und vor allem die Aufwertung von bestehenden Gebäuden. „Hierbei wird eine enge öffentlich-private Kooperation mit der örtlichen Wirtschaft und den Immobilieneigentümern angestrebt“, heißt es unter Paragraf 1, Förderzweck. Bei Fördersummen bis 12000 Euro sollen mit Blick auf eine rasche Abwicklung das Stadtbauamt und der Kämmerer über den Zuschuss entscheiden. Den Antrag auf Zuwendung nach den Städtebauförderungsrichtlinien bekommen Bauherren bei der Stadt Ichenhausen. Denkbar sei auch eine Ausweitung des Sanierungsgebietes auf die Nordseite der Neuen Bahnhofstraße, sagte Strobel, bisher ist nur die Südseite der Straße im Gebiet. Bei Baudenkmälern könne der Fördersatz auf 30 Prozent steigen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren