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Günzburg

25.11.2017

Schutzhütte statt Bauwagen

Im Günzburger Birketwald sollen die Kinder des neuen Waldkindergartens im kommenden Jahr spielen und lernen. Ursprünglich sollte dort auch ein Bauwagen als Rückzugsort stehen. Jetzt hat sich die Planung etwas geändert – stattdessen wird es eine Schutzhütte auf einem nahen Feld geben.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Es gibt einige Veränderungen bei der Planung des Montessori-Waldkindergartens. Zwei Erzieher für das neue Angebot sind schon gefunden.

Auch wenn hier keine Bagger auffahren und Leitungen verlegt werden: Am Projekt Waldkindergarten in Günzburg wird hinter den Kulissen kräftig gebaut. Im kommenden Jahr sollen die ersten Kinder das neue Betreuungsangebot des Montessori-Kinderhauses nutzen können. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun – und einiges hat sich auch schon getan.

Seit dem Beschluss des Stadtrats im September, das neue Betreuungsangebot zu unterstützen, haben sich einige Änderungen an der Planung ergeben, berichtet Ute Abmayr, eine der Initiatorinnen. Den Bauwagen, der eigentlich als „Basislager“ für die Kindergartengruppe dienen sollte, wird es nun allerdings nicht geben. „Wir haben uns das noch mal angeschaut und werden jetzt stattdessen eine Schutzhütte aufstellen“, sagt Abmayr. Diese biete den Vorteil, auf etwa 40 Quadratmetern mehr Raum und Möglichkeiten für die Kinder zum Spielen zu bieten. Ein ähnliches Modell stehe in einem Weißenhorner Kindergarten. Ansonsten soll es aber dabei bleiben, dass auch die Schutzhütte wie beim Bauwagen geplant autark betrieben wird: Solarmodule auf dem Dach liefern den Strom, Wasser werden die Eltern abwechselnd zur Hütte bringen, eine Komposttoilette wird es auch hier geben.

Tipi, Geräteschuppen, Sandhaufen

Aufgestellt wird die Hütte nicht wie zuerst geplant am eigentlichen Standort des Kindergartens im Birketwald, sondern auf einem Grundstück, das an den nahen Parkplatz anschließt. Abmayr: „Baurechtlich können wir im Wald keine Hütte aufstellen, deswegen hat uns die Stadt ihr Grundstück auf einem Feld dafür angeboten.“ Der ausgesuchte Platz im Wald bleibt jedoch der Hauptstandort des Waldkindergartens, mit einem Tipi, Geräteschuppen, Sandhaufen und einem Sitzkreis aus Stämmen. Auch hier soll eine Komposttoilette entstehen. Die Hütte wird als morgendlicher Treffpunkt, als Rückzugsort bei sehr schlechtem Wetter und als Raum für spezielle Vorschul-Angebote genutzt werden.

Um die Kinder des Waldkindergartens kümmern sich drei Betreuer. Laut Abmayr übernimmt die Leiterin des Nornheimer Montessori-Kinderhauses, Simone Wörner, die Gruppe. „Sie hat bereits viel Erfahrung im Wald, da die bisherigen drei Gruppen des Kinderhauses regelmäßig Waldwochen veranstalten.“

Erzieher und eine Praktikantin

Mit Lukas Bauer, der vom evangelischen Kinderhaus zu Montessori wechsle, komme ein weiterer Erzieher hinzu. „Die beiden absolvieren im kommenden Jahr noch eine zusätzliche Waldpädagogik-Ausbildung“, erklärt Abmayr die Planungen. Neben den beiden Erziehern soll auch eine Praktikantin die Kinder betreuen.

Das Interesse an dem neuen Betreuungsangebot ist bereits groß. Am kommenden Donnerstag, 30. November, um 20 Uhr findet ein Informationsabend zu dem Projekt statt. Martina Götz, Leiterin des Waldkindergartens in Wertingen, beantwortet im Montessori-Kinderhaus Nornheim die Frage: „Was machen Kinder im Waldkindergarten?“ Außerdem berichten Mütter und Väter von Waldkindern über ihre Erfahrungen und es wird Informationen zum Günzburger Kindergarten geben.

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