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Günzburg

09.05.2019

Seine letzte Nacht im Landkreis verbringt Parkchef im Legoland

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Schlüsselübergabe vor dem Pirateninselhotel im Feriendorf: Manuela Stone freut sich auf die Aufgabe, die ihr Martin Kring hinterlässt. Der scheidende Geschäftsführer von Legoland und seine Nachfolgerin haben bereits mehrere Jahre zusammengearbeitet.

Plus Martin Kring war fast fünf Jahre Chef im Günzburger Legoland. Bei seiner Abschiedsfeier macht er deutlich, wie sehr er die Region ins Herz geschlossen hat.

Die Kisten sind gepackt, der Umzugswagen bestellt, und das Bett für die allerletzten Nächte in Günzburg ist auch schon reserviert: Zum ersten Mal wird Legoland-Geschäftsführer Martin Kring im größten Projekt seiner Amtszeit, dem Pirateninselhotel des Feriendorfs, übernachten. Mit der Schlüsselkarte für das Zimmer gibt Kring dann in den nächsten Tagen auch den Chefposten endgültig ab: Ab heute ist Manuela Stone die neue Geschäftsführerin von Legoland Deutschland Resort. Lesen Sie dazu auch: Legoland: Die neue Chefin ist schon seit 2002 da

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Legoland: Ein Schlüssel aus Bausteinen für die neue Chefin

Wie es sich gehört, hat Martin Kring seiner Nachfolgerin einen symbolischen Schlüssel zum Park – natürlich aus goldgelben Legosteinen gebaut – bei seiner offiziellen Abschiedsfeier übergeben. Die herzlichen Dankesworte für die vergangenen Jahre waren das Gegengeschenk der neuen Chefin, die bereits vor der Eröffnung im Mai 2002 für den Günzburger Freizeitpark tätig war.

„Wir sind hier auf einer unglaublichen Reise gewesen“, sagte Kring den Gästen der Abschiedsfeier, die ebenfalls im Pirateninselhotel stattfand. Erfolge kann der scheidende Legoland-Chef jede Menge vorweisen: jährlich neue Besucher- und Übernachtungsrekorde zum Beispiel, aber auch Rekorde bei der Gästezufriedenheit. „Beides zusammen zu schaffen, ist sehr schwierig“, machte Kring deutlich. Dass es dem Park gelungen sei, ist für ihn deshalb umso wertvoller.

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Seit 2014 war Martin Kring Chef im Legoland Günzburg

Nach wie vor ist die Begeisterung des Dänen für das Produkt Lego sichtlich groß. Vor 29 Jahren begann seine Laufbahn im IT-Bereich der Lego-Group in Billund, später war er auch in der Leitung der Legoland-Parks Windsor und Malaysia tätig, bevor er am 1. August 2014 Geschäftsführer in Günzburg und damit Nachfolger von Hans Aksel Pedersen wurde.

Das Namensschild legt der Parkchef jetzt ab – Martin Kring verlässt Günzburg und auch das Unternehmen.

„Wo gibt es denn schon ein Unternehmen, bei dem ich in einem Jahr einen Versuch mit Campingfässern mache – und ein Jahr später ein Hotel für 27 Millionen Euro baue?“, erinnerte Kring an einige Höhepunkte aus seiner Amtszeit. Lesen Sie dazu auch: Der Winterschlaf im Legoland ist vorbei Gerade das Pirateninselhotel habe er von der ersten Idee bis zur Eröffnung begleiten können – eine spannende Zeit, die er dank seines super Teams sehr genossen hatte. Wie wichtig das Team, die in der Hochsaison bis zu 1500 Mitarbeiter des Freizeitresorts, für den Geschäftsführer gewesen sind, zeigte sich auch darin: „Das vielleicht Wichtigste in meiner Zeit, an das man sich erinnern wird, sind die Mitarbeiterwohnungen, die wir gebaut haben.“ Bei den bisher 200 Betten, die Legoland für seine Kollegen bereit hält, solle es nicht bleiben, betonte Kring. „Wir werden weiter bauen“, hatte er bereits bei der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung im April angekündigt.

Oberbürgermeister: Legoland-Chef hat einen super Job gemacht

Mit seiner Familie hat Kring in den vergangenen fünf Jahren in Ichenhausen gelebt – „wir hatten fantastische Nachbarn dort, mit denen wir auch gerne mal ein Bier getrunken haben.“ Seine Familie liebe außerdem den Günzburger Marktplatz – und die vielen „großartigen Initiativen“, die es hier gebe. Kring: „Hier werden Sachen auf die Beine gestellt, die größere Städte nicht schaffen.“

Auch viele Partner von Legoland verabschiedeten sich mit Geschenken von Martin Kring. Vom Ingenieurbüro Degen & Partner gab es eine Torte mit dem Motiv Feriendorf und einem Modell des Pirateninselhotels aus dem 3-D-Drucker.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig konnte an dem Abschiedsempfang nicht teilnehmen – er hatte zur gleichen Zeit einen Termin mit dem journalistischen Nachwuchs der Augsburger Allgemeinen und ihrer Heimatzeitungen zum Thema Kommunalpolitik. Jauernig hatte sich deshalb bereits Stunden zuvor persönlich bei Martin Kring verabschiedet. „Er hat hier in Günzburg einen super Job gemacht“, so der Oberbürgermeister gegenüber unserer Zeitung. Kring stehe für die ideale Verbindung von wirtschaftlicher Kompetenz, Tatendrang und sozialer Kompetenz. „In den Herzen der Menschen hier in der Region hat er einen bleibenden Platz gefunden.“ Jauernig erinnerte auch daran, dass es Krings Verdienst gewesen sei, dass Legoland als einer der größten Teilhaber Mitglied der Cityinitiative Günzburg geworden sei – obwohl der „achte Stadtteil“ der Großen Kreisstadt weit von der Innenstadt entfernt liegt.

Die neue Chefin bedankt sich herzlich bei ihrem Vorgänger

Die neue Bürgermeisterin dieses besonderen Stadtteils kann auf einen tollen Park, ein tolles Team und tolle Partner setzen, versprach Kring Manuela Stone. Die bedankte sich herzlich bei ihrem Vorgänger. „Für mich warst Du in all den Jahren unermüdlich da“, so Stone. Sie sei glücklich, aber natürlich auch ein wenig nervös, jetzt den Schlüssel des Legolands in Händen zu halten. „Auf mich wartet eine große, spannende Herausforderung, ein großes Abenteuer.“

Ein neues Abenteuer und ein neues Kapitel schlägt nun auch Martin Kring auf: Nach der Rückkehr in seine Heimat Dänemark beginnt für ihn die Arbeit als Geschäftsführer einer Gesellschaft, die Community- Wohnkomplexe in Dänemark bauen und vermieten wird. Seine Familie und ein neues Zuhause warten schon auf ihn.

Lesen Sie dazu auch: In Günzburg war er mehr als ein Parkchef

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