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Gemeinderat

07.11.2015

Senioren sollen weiter im Ort wohnen

Anfang des Jahres hat die Gemeinde Gundremmingen das Offner-Anwesen erworben. Dort möchte die Gemeinde nun am liebsten Wohnraum für Senioren schaffen.
Bild: Peter Wieser

Gundremmingen hat ein Grundstück an der Kirchstraße erworben. Dafür gibt es bereits erste Ideen. Darüber haben jetzt die Kommunalpolitiker diskutiert

Die Gemeinde Gundremmingen setzt viel daran, innerhalb des Ortes kleinräumigen Wohnraum, speziell für Senioren, zu schaffen. Darüber wurde im Gemeinderat bereits mehrmals gesprochen und diskutiert, insbesondere auch vor Kurzem auf der Klausurtagung. Doch wie kann sich ein solches Projekt gestalten? Einen ersten Schritt hat die Gemeinde bereits unternommen, indem sie das Anwesen Offner an der Kirchstraße erworben hat. In der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag stellte Bürgermeister Tobias Bühler (CSU) nun einen Entwurf vor, wie eine Bebauung eventuell aussehen könnte.

Es geht um eine Gemeinschaftsanlage mit circa 100 Quadratmetern Nutzfläche, Raum zur Begegnung, eventuell auch für ein gemeinsames Mittagessen, und insgesamt sechs Wohneinheiten zwischen 58 und 76 Quadratmetern. Es sind keine zwei- oder dreistöckigen Gebäude vorgesehen, es soll bewusst keine große Wohnanlage werden, sondern alles ebenerdig. „Wir sind ländlich geprägt“, sagte Bühler. Der bereits beschlossene Abriss des Gebäudes könnte im Frühjahr erfolgen, Ziel sollte es sein, im nächsten Jahr in die Planung zu gehen und mit dem Bau zu beginnen. Weiter müssten Überlegungen zum Betrieb der Anlage angestellt werden, auch sollte die Möglichkeit eines Verkaufs von Wohnungen geschaffen werden.

Die Vorstellung fand bei den Räten großen Anklang. Drei Wochen nach der Tagung könne jetzt schon über die erste Idee diskutiert werden, lobte Lothar Grimm (FWG/UWG). Alles sei zentral und ohne Treppensteigen erreichbar, sagte die Dritte Bürgermeisterin Heike Eggenmüller-Hörsch (FWG/UWG), auch wenn Alfred Herrmann (CSU) der Platz für nur ein Stockwerk zu schade erschien. „Es wäre ein Traum für die Senioren“, bemerkte Seniorenreferent Willi Schiele (GfG), der auf verschiedene Veranstaltungen verwies, bei denen sich die Nachfrage nach gerade solchem Wohnraum immer wieder bestätigt hatte. Bürgermeister Bühler verwies auf ein ähnliches Projekt in der französischen Partnergemeinde Ahuillé. Weiter wurde bereits mit der Gemeinde Langenfeld in Mittelfranken ein Besichtigungstermin für das dortige Projekt „Dorflinde“ vereinbart. Es ist eine Gemeinschaftsanlage und Begegnungsstätte für Jung und Alt, die von der Bevölkerung sehr gut angenommen werde und bereits mehrfach ausgezeichnet worden sei. Gundremmingen möchte die Planungen zur Schaffung kleinräumigen Wohnraums jedenfalls weiter vorantreiben. „Wir werden die Senioren nicht an den Ortsrand schicken, wenn wir direkt im Ort die Möglichkeiten haben“, bekräftigte Bürgermeister Bühler.

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Auch ging es um diese Themen:

Der von der CSU gestellte Antrag dazu für Kleinkinder und inkontinente Personen war bereits in der Aprilsitzung befürwortet worden. Die Möglichkeiten reichen von der vergünstigten oder kostenlosen Ausgabe von Müllsäcken bis hin zur Koppelung an die Anschaffung einer größeren Restmülltonne. Beides sei nicht unbedingt sinnvoll, vor allem letzteres gestalte sich schwierig, wenn der Antragsteller zur Miete wohnt. Der Gemeinderat beschloss nun einstimmig, nach einem entsprechenden Antrag für Kinder bis zum dritten Lebensjahr und für inkontinente Personen einen Windelbonus von 50 Euro jährlich zu gewähren.

Durch die neue Ortsumfahrung von Offingen wurde die Staatsstraße 2028 zur Gemeindestraße umgestuft und ist in das Eigentum der Gemeinde übergegangen. Für Gundremmingen bedeutet dies, dass für den Bereich von Offingen kommend sowohl der Straßenunterhalt als auch die Straßenbaulast übernommen werden muss. Vorerst sollen der Straßenunterhalt und die Verkehrssicherungspflicht aber durch das Staatliche Bauamt übernommen werden. Nach dessen Aussage solle dieses Teilstück in eine Kreisstraße umgewandelt werden.

Statt des Kreises soll ein Zweckverband sich um das Gartenhallenbad Leipheim kümmern, damit der Betrieb bis 2025 gesichert ist. Auch wenn Gundremmingen als finanzstarke Gemeinde in Bezug auf die Finanzierung des Betriebes stärker betroffen wäre als andere, wurde jetzt die Bedeutung des Bades für den nördlichen Kreis betont.

Jürgen Bruder (CSU) regte an, für die Fernwärme nutzenden Haushalte als Alternative auch eine Versorgung mit Erdgas in Erwägung zu ziehen und auf Erdgas Schwaben zuzugehen. Interessenten gebe es. Im Dezember werde sich zeigen, wer bei der Fernwärme bleiben wolle und wer nicht, sagte dazu Bürgermeister Bühler.

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