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09.06.2009

Sicher, spannend oder langweilig

Sommerzeit ist Spielzeit. Höchste Zeit also, um einige der vielen Spielplätze im Landkreis etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dafür hat die Günzburger Zeitung fachkundiges Personal zurate gezogen: Lotta (4) und Maik (4) haben einen Tag lang vier Spielplätze in Günzburg, Leipheim, Ichenhausen und Burgau (Silbersee) getestet.

Landkreis Sommerzeit ist Spielzeit. Zumindest für die Kleinen. Da heißt es: raus aus dem Kinderzimmer, rein in die Natur - oder eben dahin, wo aufregende Wippen, Schaukeln und Sandkästen für Spaß sorgen. Höchste Zeit also, um einige der vielen Spielplätze im Landkreis etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dafür hat die Günzburger Zeitung fachkundiges Personal zurate gezogen: Lotta (4) aus Breitenthal und Maik (4) aus Mering haben mit uns einen Tag lang vier Spielplätze in Günzburg, Leipheim, Ichenhausen und Burgau (Silbersee) getestet.

Günzburg, Spielplatz am Klingelpark: Zuerst wird die gefederte Hundewippe von unseren kleinen Testern ins Visier genommen. Die Sitzflächen sind zwar etwas morsch, aber weder brüchig noch scharfkantig. Dass Holz morsch wird, ist normal. Vieles nutzt sich nun einmal im Laufe der Zeit auch einfach ab. Die Holzgeräte sind jedoch insgesamt noch recht gut in Schuss, das Holz bricht zumindest noch nicht. Das Tolle in Günzburg: Alle Schrauben sind mit Kunststoffdeckeln gesichert, kein spitzes Metall kann die Kleinen verletzen. Eine hölzerne Kletterburg mit zwei Rutschen ist die Sensation im Klingelpark. Die beiden Rutschen sind aber auch der kleine Schwachpunkt des insgesamt sicheren und sauberen Spielplatzes. Zwar wurde eine Rutsche mit Kunstharz geflickt - der Zahn der Zeit nagt jedoch auch an den Ausbesserungen, die langsam, aber sicher brüchig werden. Die steile, grüne Rutsche mündet leider in einen mit zu wenig Sand gefüllten Kasten. Für die ganz Kleinen könnte dies unangenehm sein. Trotzdem lautet Lottas Bewertung kurz und klar: "Hier hat das Spielen Spaß gemacht."

Leipheim, Spielplatz in der Dr.-Rauh-Straße: Ordentlich, sauber, unbedenklich. Mit diesen drei Worten lässt sich die Leipheimer Anlage knapp beschreiben. Was hier fehlt, ist bestimmt nicht die Sicherheit oder ein Mülleimer. Auch für das elterliche Wohl ist gesorgt: Eine überdachte Sitzbank bietet sogar bei schlechtem Wetter noch Komfort. Nein, vielmehr fehlt es hier an einer richtigen Attraktion. Schaukeln, Wippen, eine ganz normale Rutsche. Kletternetz, zwei Stangen für Klimmzüge. Das war´s. Halt, es gibt ja noch den spärlich gefüllten, kleinen Sandkasten. Maik und Lotta haben in Leipheim zwar ungefährdet gespielt. Trotzdem: "Etwas langweilig", meinen die beiden.

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Ichenhausen, Spielplatz an der St.-Ulrich-Straße: Viel Platz, neue Geräte - Ichenhausens Spielplatz bietet jedoch noch mehr: Zwei riesige Laubbäume sorgen für ausreichend Schatten an heißen Sommertagen. Die Kletterburg mit Seilen, Netzen und Rutsche bietet viel Abwechslung. Der Platz ist in einem sehr gepflegten Zustand, der Rasen fast schon englisch.

Burgau, Wasserspielplatz am Silbersee: Das Motto hier: Spielend die Natur entdecken. Lotta und Maik sind auch gleich voll bei der Sache - nach einigen Sekunden auf dem idyllischen Platz am See mit seinen Stegen und dem satten Schilf legen die beiden bereits Wasserstraßen im Kiesbett an. Zwei Wasserpumpen sorgen auf dem Spiel-Areal direkt am See für nassen Spaß. Mit viel Kies und Sand können die Kleinen Kanäle und Burgen bauen. Was hier fehlt, das sind Schattenplätze. Eine Kletterburg und eine Schaukel würden zudem für noch mehr Abwechslung sorgen.

Am Ende des Tages sind alle etwas aus der Puste vom vielen Herumtollen und Spielen. Das Resümee: Die untersuchten Plätze sind sicher, sauber - aber eben nicht immer attraktiv. Bei einigen fehlt die Sensation. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden. Trotzdem freuen sich die Kleinen schon wieder auf die nächsten Spielplatzbesuche in der Region. Mit Sicherheit.

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