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Günzburg/Thannhausen

15.09.2018

Sie nahm die Menschen im Landkreis in den Blick

Die Günzburger Fotografen-Meisterin Helga Mansky-Denk ist am Dienstag nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.
Bild: Denk

Die Fotografin Helga Mansky-Denk ist gestorben. Sie führte ein Traditionsgeschäft am Günzburger Marktplatz.

Die Fotos der fröhlichen Schulanfänger des vergangenen Jahres im Schaufenster tragen noch ihre künstlerische Handschrift – doch jetzt wird es keine neuen Bilder mehr von Helga Mansky-Denk geben. Ein Porträt von ihr im Laden trägt eine schwarze Trauerschleife. Die Fotografen-Meisterin und Inhaberin des traditionsreichen Geschäfts am Günzburger Marktplatz ist am Dienstag gestorben.

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Eine kurze, schwere Krankheit hat die Thannhauserin aus dem Leben gerissen. Zuletzt hatte sie noch mit ihren Mitarbeiterinnen und Freundinnen einen Firmenausflug nach Schwäbisch Hall unternommen, bevor sie plötzlich krank wurde. Alle Bemühungen der Ärzte waren am Ende vergebens.

Helga Mansky-Denk war Fotografin aus Leidenschaft und Begeisterung. Die erste Kamera, damals von der großen Schwester geschenkt, legte den Grundstein ihrer Karriere. Seit Anfang der 1980er Jahre war sie Chefin ihres eigenen Fotogeschäftes. Bei Foto Pfaff am Günzburger Marktplatz hatte sie ihre Ausbildung zur Fotografin gemacht. Der Chef selbst hatte ihr dann den Besuch der Meisterschule nahe gelegt, damit sie dadurch seine Nachfolgerin werden konnte.

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Unzählig viele Menschen hatte sie vor der Linse

Seitdem war Helga Mansky-Denk überall in der Region mit ihrer Kamera unterwegs. Hochzeiten, Taufen, Erstkommunionfeiern, Abschlussbälle – unzählige Menschen im Landkreis und darüber hinaus hatte sie in den vergangenen Jahrzehnten vor der Kameralinse. Oft wurde sie begleitet von ihrem Mann Herbert Denk, der dabei half, die Abgebildeten ins richtige Licht zu setzen. Im Fotostudio am Marktplatz entstanden Porträtfotos, Passbilder und Studioaufnahmen – zuletzt auch viele Bilder der Kandidaten für die anstehenden Landtags- und Bezirkswahlen. Unermüdlich verbrachte sie vor allem in der hektischen Zeit vor dem Weihnachtsfest Stunden vor dem Computer, um aus dem perfekten Foto die perfekte Bearbeitung herauszuholen.

Auch privat waren Menschen, ihre Familie und Freunde, vor allem die Kinder, ihre liebsten Motive. Auf Reisen um die ganze Welt hatte sie mit sicherem Blick die Schönheit an unvermuteten Orten entdeckt und aufgenommen. Helga Mansky-Denks fotografische Handschrift war dabei stets unverwechselbar. Sie ist es, die ihre Familie, Freunde und Kollegen neben ihrem Humor, ihrer Energie, ihrer Lebensfreude und ihrem Einfallsreichtum am meisten vermissen werden. Auf der Facebook-Seite des Fotostudios Denk haben bereits viele Kunden mit Bestürzung auf die Nachricht vom Tod der Chefin reagiert. Viele erinnerten an besondere Momente in ihrem Leben, die untrennbar mit der herzlichen Fotografin und ihrer Arbeit verbunden sind.

Ein Requiem in der Frauenkirche

Zum Abschied von Helga Mansky-Denk wird am Mittwoch, 19. September, um 14 Uhr in der Günzburger Frauenkirche ein Requiem stattfinden, musikalisch begleitet von Organist Siegfried Ranz. Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am Donnerstag, 20. September, ebenfalls um 14 Uhr, in der Thannhauser Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt.

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