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Landkreis Günzburg

23.11.2018

Sie sind zwei Pfarrer, die Brücken bauen

Am Donnerstag und mit dem Gottesdienst zum Kapiteljahrtag wurde Breitenthals Pfarrer Klaus Bucher (links) von Generalvikar Harald Heinrich in der Ichenhauser Pfarrkirche St. Johannes Baptist in sein neues Amt als Dekan eingeführt. Neuer Prodekan ist Günzburgs Stadtpfarrer Christoph Wasserrab (rechts daneben).
Bild: Peter Wieser

Klaus Bucher aus Breitenthal ist in das Amt als Dekan eingeführt worden. Prodekan ist Günzburgs Stadtpfarrer Christoph Wasserrab. Was sich Bucher wünscht.

Es habe sich so gut gefügt, dass der schon länger festgelegte Termin des Kapiteljahrtags, die Heilige Messe für die verstorbenen Mitbrüder des Dekanats, zugleich der Gottesdienst ist, der den neuen Dekan in sein Amt einführt, erklärte Generalvikar Harald Heinrich am Donnerstag in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Ichenhausen. Neben den Pfarrern und Diakonen aus dem Dekanat Günzburg waren zahlreiche Gläubige zur Amtseinführung von Breitenthals Pfarrer Klaus Bucher gekommen. Mit Prodekan und Günzburgs Stadtpfarrer Christoph Wasserrab, der ebenfalls eingeführt wurde, ist die Leitung des Dekanats Günzburg nun wieder komplett.

Der 22. November ist auch der Gedenktag der Heiligen Cäcilia von Rom, der Patronin der Kirchenmusik. Generalvikar Harald Heinrich brachte die Musik auch in seine Predigt ein, als er an die im Dekanat Günzburg zuletzt verstorbenen Pfarrer erinnerte: Mit kraftvollem Lachen, dem Zusammenführen der Menschen und mit unermüdlichem Fleiß über Jahrzehnte hinweg hätten Adalbert Brandmair, Pfarrer im Bezirkskrankenhaus und in der Bezirksklinik Günzburg, Röfingens Pfarrer Werner Brauchle und Pfarrer Karl Fritz aus Neuburg an der Kammel das Dekanat zum Klingen gebracht.

Es sei die Melodie Gottes, die die Kirche zu einem faszinierenden Gesamtklangkörper führe. Am Ende des Gottesdienstes, der von Mitgliedern der Chöre der Pfarreiengemeinschaft Ichenhausen unter der Leitung von Anne Liebe musikalisch gestaltet wurde, verlas Klaus Bucher als neu gewählter Dekan die Namen der in den letzten zehn Jahren verstorbenen Priester im Dekanat (lesen Sie hier ein Interview mit Klaus Bucher).

Die Christen haben die Pflicht, sich einzumischen

Als „Pontifex im Kleinen“, mit dem Blick auf die Pfarreien, aber auch mit dem Blick auf die politischen Gemeinden der zusammengewachsenen Dekanate Günzburg und Krumbach, bezeichnete die Dekanatsratsvorsitzende Hildegard Schütz die künftige Aufgabe von Dekan Klaus Bucher beim anschließenden Stehempfang im Heinrich-Sinz-Haus. Mit ihm im Süden und mit Prodekan Christoph Wasserrab im Norden ließe sich gut Brücken bauen.

Dekan Klaus Bucher dankte all denen, die sie sich in der Gemeinschaft und im Ehrenamt, den Stützen der Kirche, einsetzten. Trotz allem sei Kirche etwas, was Menschen manchmal nicht mehr verstehen könnten und sie habe heute nicht immer die besten Karten. Die Christen hätten selbstverständlich die Pflicht, sich einzumischen, wenn gesellschaftliche und politische Entwicklungen gefährlich seien. Die Kirche sei kein Moralkodex, sondern die Kirche des Heiligen Geistes, der helfe, die rechten Entscheidungen zu treffen, und der Lebenslust und Freude vermittle. Man sollte die Musik entdecken, von der der Generalvikar in seiner Predigt gesprochen habe.

Die Pfarreien sollen noch mehr im Blickpunkt stehen

Als Dekan wird Klaus Bucher die Pfarreien des Dekanats künftig noch mehr im Blick haben. Vieles habe er bereits als Prodekan mit seinem Vorgänger Martin Finkel besprochen und geplant, erklärte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Damit sei er mit seinen künftigen Aufgaben schon etwas vertraut. „Ich wünsche mir, dass nicht immer nur um Geld, Strukturen und Skandale gekreist wird, sondern dass wir mehr in den Blick bekommen, warum wir Christen sind“, betonte Kalus Bucher.

Und wie sieht es bei ihm mit der Musik aus, von der Generalvikar Harald Heinrich in seiner Predigt gesprochen hatte? Diese Frage beantwortete am Donnerstag seine Schwester Gisela Brocke: Die Musik spiele bei ihm eine sehr wichtige Rolle. Er habe sich selbst und ohne einen Lehrer das Orgelspielen beigebracht. „Früher bei den Maiandachten hat er dann georgelt und ich habe das Solo gesungen“, verrät sie.

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