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Günzburg

01.07.2015

So funktioniert das Handyparken

Parkgebühren per Handy bezahlen wird in Günzburg immer beliebter. (Symbolfoto)
Bild: Anne Wall

Auch für den Parkschein via Mobiltelefon sind die Preise in Günzburg gesunken. Dafür steigt die Zahl der Nutzer, die über das Telefon bezahlen.

Günzburg Auch die Parkgebühren über das Handy zu bezahlen ist seit dem 1. Juli in Günzburg billiger geworden. Zwei Stunden Parken kosteten bislang bis zu 2,92 Euro. Jetzt werden für die gleiche Parkdauer weniger als zwei Euro fällig.

Mit den neuen Parkgebühren, die gestern, wie berichtet, in Kraft getreten sind, vereinfacht die Stadt Günzburg ihre Tarife. Eine Stunde parken kostet dann einen Euro. Das gilt an den Parkscheinautomaten ebenso wie beim Handyparken. Der Vorteil bei Letzterem: Der Parkvorgang wird minutengenau abgerechnet. Der Leiter der Verkehrsüberwachung, Siegfried Miller, erklärt das Prinzip: „Wer einen Parkschein zieht, muss sich vorher überlegen, wie lange der Parkvorgang dauern wird.“

Beim Handyparken können sich Parkende jederzeit ausloggen, bezahlt wird nur die tatsächliche Parkdauer. Seit 2007 gibt es das Konzept, etwa 40 Parkvorgänge über das Telefon verzeichnet die städtische Verkehrsüberwachung täglich. „Günzburg war damals die erste Kommune in Bayern, die gemeinsam mit dem Anbieter mobile city das Handyparken in die Innenstadt brachte“, erinnert sich Siegfried Miller. „Seitdem sind die Nutzerzahlen kontinuierlich gestiegen.“

Voraussetzung dafür, das Angebot auch nutzen zu können, ist eine Registrierung bei der mobile city GmbH. Diese kann per Postkarte (Vordrucke gibt es im Bürger-Service-Center im Rathaus) oder über die Homepage www.schlauer-parken.de erfolgen. Der Parkschein kann dann per Anruf gebucht werden. Für jede Parkzone gibt es eine eigene Rufnummer, die in den jeweiligen Zonen ausgeschildert wurde. „Der Anruf ist kostenlos; die Providergebühr beträgt 12 Cent pro Parkvorgang“, informiert Miller.

Ein zweiter Anruf beendet den Parkvorgang dann wieder, ansonsten wird der Parkvorgang nach zwei Stunden automatisch beendet. Zur Bestätigung des Parkvorgangs erhält der Nutzer nach Beendigung eine SMS, die ihm exakte Daten über den Parkvorgang übermittelt – sozusagen der virtuelle Parkschein. Abgerechnet wird per Lastschriftverfahren.

Auch die Handyparker werden von der städtischen Verkehrsüberwachung kontrolliert: Sie könne über ihre Datenerfassungsgeräte die registrierten Autonummern ablesen. Wenn ein geparktes Auto keinen Parkschein ausgelegt hat, checken die Bediensteten, ob das Auto für das Handyparken registriert ist oder nicht.

Auch hier gilt die „Semmeltaste“

Künftig werden beim Handyparken für die ersten 18 Minuten keine Gebühren fällig – das entspricht der „Semmeltaste“ an den Parkautomaten. Die erste volle Stunde kostet damit nur noch 70 Cent, die zweite einen Euro. Diese neuen Tarife gelten in allen Parkzonen der Innenstadt: entlang der Bahnhofsstraße (Zone 1) und der Dillinger Straße (Zone 2), rund um die Innenstadt (Zone 3) sowie am Stadtberg und entlang der Ichenhauser Straße (Zone 4).

Für den Shopping-Parkplatz „An der Kapuzinermauer“ gilt ein Sondertarif: Dort kosten vier Stunden pauschal zwei Euro. Auch hier ist jetzt das Handyparken möglich. Dieser Parkplatz wird künftig als Zone 5 ausgewiesen. (zg)

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