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18.05.2015

So kommt Geschichte in Bewegung

Seit Kurzem dreht sich am „Haus für historische Mühlentechnik in Leipheim sogar ein Wasserrad. Beim gestrigen Internationalen Museumstag wurde es der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt.
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Seit Kurzem dreht sich am „Haus für historische Mühlentechnik in Leipheim sogar ein Wasserrad. Beim gestrigen Internationalen Museumstag wurde es der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt.
Bild: Greta Kaiser

Die Landkreismuseen bieten spannende Einblicke. In Leipheim feiert das neue Wasserrad Premiere

In alten Volksliedern klappert die Mühle am rauschenden Bach. Ganz so romantisch ist es im „Haus für historische Mühlentechnik“ nicht. Ein Besuch des kleinen Museums am Mühlbach im Bereich Winkel in Leipheim ist dennoch lohnend. Denn wer weiß schon, wie eine historische Mühle funktioniert?

In dem vor etwa drei Jahren eingeweihten Gebäude erhalten technisch Interessierte anhand eines alten Schrotmahlwerks Einblicke in das in dieser Form ausgestorbene Handwerk des Müllers. Seit Kurzem dreht sich an dem Gebäude sogar ein Wasserrad – beim gestrigen Internationalen Museumstag ist es der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt worden.

Das alte Schrotmahlwerk war einst Teil der Konrad-Mühle in Bühl. Vor Jahren war es der Stadt Leipheim zum Geschenk gemacht worden. Im Heimat- und Bauernkriegsmuseum „Blaue Ente“ war kein Platz. Deshalb baute die Stadt am Mühlbach ein eigenes kleines Gebäude für das Mahlwerk, das „Haus für historische Mühlentechnik“, wie Susanne Anwander, die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Blauen Ente erzählt.

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Seit Kurzem dreht sich an dem Gebäude sogar ein Wasserrad, das in der Lehrwerkstatt der Firma Wanzl gefertigt wurde, wie Bürgermeister Christian Konrad beim gestrigen Mühlenfest dankend erwähnte. Um den nötigen Druck auf das Rad zu bekommen, musste am Mühlbach ein kleiner Seitenkanal mit der nötigen Wassertiefe gebaut werden. Dank des Rades erweckt das Gebäude von außen den Anschein einer wahrhaftigen Mühle. Allerdings wird das Mahlwerk im Inneren von einem Motor angetrieben.

Das trübt den historischen Eindruck freilich nicht. Denn neben dem alten Mahlwerk sind in dem kleinen Museum allerlei Arbeitsgeräte der einstigen Müller zu bewundern, Schrifttafeln, Fotos und Urkunden bringen dem Besucher die Geschichte der ehemaligen Mühlen am Leipheimer Mühlbach nahe. Bei seinen Führungen durch das Museum hatte sich Werner Schmidt vom historischen Arbeitskreis der Stadt Leipheim gestern eigens in die Müllerkluft geworfen, um die Besucher stilecht informieren zu können.

Nach der Besichtigung des alten Mahlwerks konnten sich die Besucher beim Mühlenfest mit Speis und Trank stärken, zur Unterhaltung spielte Winnie K am Keyboard auf. Leipheim bot den Gästen einen ebenso informativen wie entspannenden Tag.

die das Haus für historische Mühlentechnik besichtigen wollen, können sich bei Jörg Grafe unter Telefon 08221/72199 anmelden.

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