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Versorgung

04.12.2019

So soll das neue Wasserwerk aussehen

In Bubesheim laufen die Planungen. Sorgen macht aber noch die Finanzierung der Wasserleitung

Die Wasserversorgung in Bubesheim ist noch nicht restlos stabil. Das soll sich ab Juli kommenden Jahres ändern. Denn bis dahin soll die neue Wasserleitung von der Günzburger Weststadt nach Bubesheim verlegt sein. Ende 2020, so sieht es der weitere zeitliche Fahrplan vor, soll auch das neue Wasserwerk auf dem Gelände der ehemaligen Wertstoffsammelstelle fertiggestellt sein. Das sei „sportlich, aber nicht unmöglich“, erklärte Klaus Habersetzer vom Günzburger Ingenieurbüro Degen am Montagabend im Gemeinderat.

Ziel sei es, „so schnell wie möglich“ Wasser aus Günzburg beziehen zu können, erklärte Bürgermeister Walter Sauter. „Die Situation vom Mai muss man nicht zwei Mal haben.“ Die Bauarbeiten für die künftige Wasserversorgung bräuchten aber zwangsläufig eine gewisse Zeit.

Wie mehrfach berichtet, hat die Gemeinde Bubesheim einen Liefervertrag mit den Stadtwerken Günzburg abgeschlossen. An der Einmündung der Reindlstraße in die Staatsstraße soll der Wasseranschluss in Richtung Bubesheim eingerichtet werden. Entlang des Radweges wird die neue Wasserleitung bis auf Höhe der Firma Delta Möbel am Ortseingang geführt. Dort knickt die Leitung nach Westen bis zum Gelände der ehemaligen Wertstoffsammelstelle ab, erläuterte Klaus Habersetzer. Diese Bauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen und bis Juli abgeschlossen sein.

So soll das neue Wasserwerk aussehen

Wo ehemals die Wertstoffe gesammelt wurden, wird das neue Wasserwerk gebaut – Vorbild ist nach Form und Inhalt das Wasserwerk der Marktgemeinde Jettingen-Scheppach. Von außen sieht das Gebäude aus wie ein Stadel, denn die Stahlkonstruktion wird mit Holz verkleidet. „Das fügt sich gut in die Landschaft ein“, erklärte Habersetzer. Das elf mal 20 Meter große Gebäude mit zwei jeweils 250 Kubikmeter fassenden Wassertanks aus Edelstahl soll Ende 2020 stehen. Im neuen Wasserwerk wird zudem eine Aufbereitungsanlage für das Wasser aus dem Bubesheimer Brunnen eingerichtet. In kleineren Abschnitten im Gemeindebereich müssen zudem neue Wasserleitungen verlegt werden. Insgesamt kalkuliert Habersetzer mit Investitionskosten von etwa 1,86 Millionen Euro.

Der Gemeinderat nahm den Bericht zum aktuellen Stand der Planung ohne Diskussion zur Kenntnis. In seinem Schlusswort beklagte Bürgermeister Walter Sauter allerdings, dass die Gemeinde aufgrund der momentanen Rechtslage keinerlei Zuschüsse zum Bau der neuen Wasserleitung erwarten könne. Alle Versuche, auf politischer Ebene etwas zu erreichen, seien erfolglos geblieben. Sauter: „Aber ich gebe keine Ruhe.“ Das Problem: Als Leipheim noch ein Militärstandort war, hatte Bubesheim einen Liefervertrag mit der Bundeswehr. Nach dem Ende des Fliegerhorstes sei dankenswerterweise die Stadt Leipheim als Wasserlieferant eingesprungen – allerdings ohne einen entsprechenden Vertrag. Dieser Umstand könnte Bubesheim bei staatlichen Zuschüssen für den Bau der Wasserleitung von Günzburg nun zum Verhängnis werden. Ähnlich dankbar wie der Stadt Leipheim sei er den Stadtwerken Günzburg. „Die sind uns sehr entgegengekommen.“ Doch alles in allem, so der Bürgermeister abschließend, habe die Suche nach Lösungen für eine sichere Wasserversorgung „sehr viel Substanz gekostet“.

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