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Handball Dritte Liga

22.10.2020

So soll es für den VfL Günzburg klappen mit dem ersten Sieg

Angekommen: Günzburgs Kreisläufer Daniel Jäger zeigte bei seinen bisherigen Auftritten in der Dritten Liga gute Leistungen und passte sich damit den beachtlichen Vorstellungen des ganzen Teams an. Jetzt sollten aber langsam Punkte her.
Bild: Ernst Mayer

Drittligist VfL Günzburg besitzt ein stabiles Fundament. Auf dem soll nun der Klassenerhalt errichtet werden. Ein Heimsieg gegen Balingen-Weilstetten II wäre ein Anfang.

Ein Punkt. Das ist auch für einen Aufsteiger keine grandiose Ausbeute nach drei Spielen. Aber das große Ganze hat bisher gepasst beim Handball-Drittligisten VfL Günzburg. Weil sie das wissen und gleichzeitig fleißig daran arbeiten, bisher offenbarte Defizite auszugleichen, starten die Weinroten voller Selbstvertrauen ins zweite Heimspiel dieser noch jungen Saison. Am Samstag, 24. Oktober, fordern die Jungen Wilden von der Donau die Nachwuchs-Gallier von der Alb. Anspiel zur Partie gegen HBW Balingen-Weilstetten II ist um 20 Uhr.

Vieles aufseiten der Günzburger ist absolut drittliga-wettbewerbsreif. Zu den positiven Aspekten im Team um Neuzugang Matevz Kunst zählen eine durchgehend stabile Abwehr und ein Angriff, der insbesondere durch eine gute Chancenverwertung überzeugte. Trotzdem stehen die Donaustädter mit 1:5 Punkten schon früh in der Saison relativ weit unten in der Tabelle. Jedes Spiel für sich hatte dafür ein oder zwei ausschlaggebende Faktoren. Mal war es die fehlende Abgezocktheit (Saisonauftakt gegen Leutershausen), mal gab es schlicht zu viele individuelle Fehler in der Vorwärtsbewegung (zuletzt in Großsachsen). Das Trainergespann Gábor Czakó/Sandro Jooß jedenfalls sieht nach den ersten drei Begegnungen ein solides Fundament. Auf dem muss nun allerdings der Klassenerhalt errichtet werden. Neben einer gewissen Abgebrühtheit sehen die beiden Coaches insbesondere im Umschaltspiel die größten Verbesserungsmöglichkeiten.

Gute Einstellung bewahren

Da es relativ schwer ist, den Faktor Drittliga-Erfahrung vorzeitig durch intensives Training zu erreichen, konzentrieren sich die Legostädter bei der Vorbereitung auf das kommende Spiel vor allem auf eine effektivere erste Welle und eine weniger anfällige zweite Welle nach Ballgewinnen. Ansonsten müssen die beiden Coaches es schaffen, dass alle Spieler ihre bisher gezeigte, unglaublich gute Einstellung auf und neben dem Feld bewahren.

Nur so konnte bisher jeder Günzburger – insbesondere die frischen Spieler von der Bank – den individuell teilweise deutlich besseren Gegnern ordentlich Paroli bieten. Und nur deshalb konnte der Aufsteiger zweimal bis kurz vor Spielende um den Sieg kämpfen.

Parallelen zum Start der Gäste

Das Nachwuchsteam der HBW Balingen/Weilstetten hat zwar einen Punkt mehr auf der Habenseite, erlebte ansonsten aber einen ähnlichen Start. Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage (29:30 gegen den TV Plochingen) blickt auch das Team von Trainer André Doster allenfalls mit gemischten Gefühlen auf den Start. Das Nachwuchsteam des Erstligisten überzeugte durch tolle Moral. Gerade die jungen Spieler dürfen jede Minute Spielzeit als Präsentationsmöglichkeit für die erste Mannschaft nutzen und kämpfen deswegen mit jugendlicher Ungezügeltheit um jedes Tor. Die Chancen zum ersten Sieg waren jedenfalls in allen bisherigen Begegnungen der Jung-Gallier vorhanden. Dass es noch nicht gereicht hat, lag – wie bei den Günzburgern – an zu vielen Kleinigkeiten, die nicht gepasst haben.

Besseres Umschaltspiel nötig

Somit stehen sich zwei Teams gegenüber, die bisher sauberen Drittligahandball abgeliefert und sich in Sachen kämpferische Einstellung nichts vorzuwerfen haben, aber noch kein messbares Kapital daraus schlagen konnten. Die Marschrichtung für die Weinroten ist klar vorgegeben: Das geschaffene Fundament, bestehend aus einer tollen Abwehr und einer effektiven Angriffsleistung, muss durch ein besseres Umschaltspiel und das Reduzieren technischer Fehler zusätzlich gefestigt werden. Vor allem aber darf kein Spieler auch nur einen Millimeter von der bisherigen Einstellung abrücken. Dann rückt, da sind sich die Günzburger Jungs einig, der erste Drittliga-Sieg in greifbare Nähe. (zg)

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