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Tradition

22.05.2019

Soldaten treten für Frieden und Freiheit ein

An der traditionellen Wallfahrt nach Allerheiligen beteiligten sich wieder viele Soldatenvereine.
Bild: Erwin Faßnacht

An der Kirche Allerheiligen versammelten sich wieder die Wallfahrer

Mitglieder von 24 Soldatenvereinen sind am Wochenende nach Allerheiligen gekommen, um für Frieden und Freiheit der Menschen einzutreten. Mit der traditionellen Wallfahrt wollten sie dazu ermahnen, dass nie wieder Krieg oder Terror herrschen dürften. Auch wollten sie ein Zeichen setzen gegen das Vergessen.

Begleitet von der Musikkapelle Haldenwang-Hafenhofen zogen die Wallfahrer singend und betend zur Wallfahrtskirche Allerheiligen. Josef Hildensperger, Vorsitzender des Wallfahrervereins, betonte, dass in der Gründungszeit des Vereins die Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg für eine glückliche Rückkehr dankten.

Heute seien es die nachfolgenden Generationen, die dazu aufrufen, dass sich Krieg und Vertreibung nicht wiederholen.

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Festprediger Wolfgang Hacker aus Augsburg feierte die Heilige Messe und ging in seiner Predigt auf Brücken ein. Eine Wallfahrt könne eine wichtige Brücke sein, zum Aufbruch, zum Menschsein. Eine Brücke könne man von zwei Seiten betreten und sich in der Mitte treffen, sich miteinander austauschen, reden und das Fremde hinter sich lassen. Nach der Heiligen Messe begaben sich die Wallfahrer zum Ehrenmal, um für die Opfer der Kriege zu beten und ihrer zu gedenken.

Stellvertretender Landrat Gollmitzer zitierte am Ehrenmal Bernard Shaw: „Wir lernen aus Erfahrung, dass der Mensch aus Erfahrung nichts lernt.“

Bettina Baur vom Soldatenverein Hafenhofen-Eichenhofen betonte, dass seit dem Zweiten Weltkrieg in vielen Ansprachen und politischen Statements der Mahnruf zum friedvollen Miteinander erschalle. Doch die Menschheit habe aus vergangenem Ungemach nichts gelernt. Vietnam, Korea, der beginnende Kalte Krieg zwischen Ost und West, Balkan, Irak und Syrien und zahlreiche weitere Konflikte säumten den Weg der Weltgeschichte. Der überwunden geglaubte Ost-West Konflikt erfahre neuerdings wieder Aufwind. Selbst mit dem Atomwaffenarsenal werde wieder gerasselt. „Haben wir also etwas gelernt?“, fragte Bettina Baur. Könne man die Welt so seinen Kindern übergeben? Diese Hoffnung aufrechtzuerhalten sei man der Zukunft der Kinder und Kindeskinder schuldig. (zg)

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