Newsticker

Spahn mit Corona infiziert - Kabinett muss nicht in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Spannende Geschichten nach Noten

Jahreskonzert

31.03.2015

Spannende Geschichten nach Noten

Ehrungen langjähriger aktiver Musiker standen auch beim Musikverein Behlingen-Ried an. Unser Bild zeigt: (von links) Stellvertretenden Bezirksdirigenten Helmut Liebhaber, Querflötistin Kathrin Bader (geehrt für 15 Jahre aktives Musizieren), Schlagzeuger Andreas Miller (zehn Jahre aktives Musizieren), den Vorsitzenden Helmut Brosch und Dirigent Raimund Stocker.
Bild: Neuhäusler

Der Musikverein Behlingen-Ried mixt gern gehörte Melodien aus der traditionellen Blasmusik mit konzertanten Stücken

Spannende Geschichten standen hinter manchen, vor allem konzertanten Stücken, die der Musikverein Behlingen-Ried am Samstagabend bei seinem Jahreskonzert zur Aufführung brachte. Daneben gab es bekannte und beliebte Melodien aus der traditionellen Blasmusik, die man immer wieder gerne hört. Dieser gelungene Mix gefiel den 200 Zuhörern in der Mehrzweckhalle in Wettenhausen ausgezeichnet. Sie bedankten sich mit Bravorufen und klatschten begeistert Zugaben herbei. Dirigent Raimund Stocker durfte mit der Leistung seiner 43 Musiker überaus zufrieden sein.

Stellvertretender Bezirksdirigent Helmut Liebhaber vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) Bezirk 11 Krumbach war ebenfalls angetan, wie er bei in seinem Grußwort sagte. Die Musikvereine seien ein wichtiger Eckpfeiler zum Erhalt von Traditionen und auch zur Belebung von Dorfgemeinschaft und Dorfleben, so Liebhaber. Unter diesem Aspekt hätte auch der neue Vorsitzende des Musikvereins, Helmut Brosch, der erst seit zwei Wochen im Amt ist, gerne wenigstens einen der drei Kammeltaler Bürgermeister begrüßt.

Die Musikkapelle zeigte sich von Anfang an motiviert und hoch konzentriert. Dies ermöglichte Dirigent Stocker, jedes Vortragsstück plastisch, lebendig und ausdrucksstark zu gestalten. Immer wieder kamen rhythmische oder klangliche Akzente, teilweise von Soloinstrumenten kreiert, in den Vordergrund, die diszipliniert und raffiniert einfließend die Kompositionen mit Schwung garnierten. Herausgehoben werden sollen auch die vielen gelungenen Übergänge in den Medleys und die durchwegs saubere Intonation in allen Registern. Dabei soll auch nicht das Schlagwerk vergessen sein, das den Charakter vieler Melodien erst so richtig zum Vorschein brachte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Durch das Programm führte wieder einmal gekonnt und mit viel Detailwissen über die Vortragsstücke die Saxofonistin Katharina Rothermel. Eröffnet wurde der unterhaltsame Abend mit der „Esprit Ouvertüre“ von Mario Bürki. Hier beeindruckten vor allem die majestätischen Fanfarenstöße der Trompeten und Posaunen und das stufenweise Anschwellen des Gesamtorchesters. Im schnellen, rhythmusbetonten Teil setzen einzelne Register Akzente und am Schluss steht ein einsamer, zarter Gong auf einem Klangstab. Mit viel Einfühlungsvermögen wurden in „The Witch and the Saint“ die Visionen und Träume und die schmerzhaften Erfahrungen zweier Zwillingsschwestern zur Zeit des 30-jährigen Krieges gemalt.

Mit „Chantueri“ von Lorenzo Pusceddu stellte das Orchester sein diesjähriges Selbstwahlstück beim Wertungsspiel des ASM vor. Auf eine prachtvolle Eröffnungsfanfare der Blechinstrumente folgten temperamentvolle Triolen der Hölzer. Nahtlos ging es über in tanzartige Rhythmen, die Klarinetten skizzierten vor monotonen Hörnern, Posaunen und Tuben düstere Szenen. Mit dem Wiederauftritt der Eröffnungsfanfare findet das Werk einen grandiosen Schluss. Im letzten Stück vor der Pause, dem „Sa Musica“ von Jacob de Haan bekamen die Zuhörer die besondere Atmosphäre der Insel Mallorca zu spüren. Griechische, spanische und mallorcanische Klang- und Rhythmuselemente schaffen ein interessantes Flair.

Schwungvoll ging es „Auf Adlers Schwingen“, einem Konzertmarsch von Alexander Pfluger, in den zweiten Teil, der eher der leichteren Muse gewidmet ist: „Dances With Wolfes“, Titelmelodien aus internationalen Filmen, das Medley „Ein bisschen Spass“ und ganz am Schluss die „Spatzen-klarinetten“, die rasant und atemlos miteinander schwatzten. Die Zugaben, eine Polka und ein Marsch aus der böhmischen Blasmusik, haben die Zuhörer begeistert durchgeklatscht.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren