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Verkehrsgespräch

30.05.2012

Sperrung für schwere Lkw wird befürwortet

Die Verkehrsbelastung auf der Ulmer Straße ist ein Dauerthema.
Bild: bwz

Wirtschaftsvereinigung und CSU fordern Zeitplan. Noch kein Konzept zu Folgen eines neuen A8-Anschlusses Bubesheim

Günzburg Die von Oberbürgermeister Jauernig und Landtagsabgeordneten Sauter vorgeschlagene Sperrung der Ulmer Straße von der Weißenhorner Straße bis Leipheim für Lastwagen mit mehr als zwölf Tonnen, verbunden mit einer Sperrung der Kreisstraßen von Leipheim über Bubesheim nach Denzingen, wird von der Günzburger CSU und der Wirtschaftsvereinigung ausdrücklich begrüßt. Das gemeinsame Fachgespräch beider Gruppierungen erbrachte einen Konsens der Mandatsträger für den vom Oberbürgermeister öffentlich gemachten Vorschlag und damit eine Art Initialzündung für diesen Vorschlag.

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Auf Initiative von Peter Schleifer (Wirtschaftsvereinigung) und Harry Bendl (Arbeitskreis Wirtschaft der CSU) trafen sich Mitglieder beider Organisationen, um über das „Verkehrschaos in der Günzburger Unterstadt“, insbesondere vor dem Hintergrund der Konversion des Fliegerhorstes, zu beraten und möglichst Lösungen aufzuzeigen. Zu dem hochkarätig besetzten Fachgespräch begrüßten sie Landrat Hafner, Oberbürgermeister Jauernig, Leipheims Bürgermeister Konrad (der Bubesheimer Bürgermeister Sauter musste sich aus terminlichen Gründen entschuldigen) sowie zahlreiche Stadträte von CSU und UWB.

Zunächst informierte Dirk Kopperschläger vom Ingenieurbüro Brenner, das die Verkehrsuntersuchungen für die beteiligten Kommunen und den Zweckverband durchführt, über die Zählungen und Berechnungen. Er zeigte die Wirkungen möglicher Maßnahmen auf. Ergänzt wurde diese fachliche Einführung durch Stadtbaumeister Dietze, der die Planungen für den Umbau der Ulmer Straße vorstellte. Auf diesem breiten und für manchen Anwesenden neuen fachlichen Fundament gab es eine lebhafte Diskussion. Es wurde deutlich, dass es keine Patentrezepte gibt und die Ulmer Straße eine Hauptverkehrsstraße bleiben wird, dass aber Schritte zur Entlastung möglich und nötig sind. Auch wurde deutlich, dass der Ausbau des Fliegerhorstes auf der Basis eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts erfolgt, das für die weiteren Stufen der Bebauung eine zusätzliche Anbindung des Geländes enthält. Die Gutachten, wonach eine weitere Entwicklung des Fliegerhorstgeländes ohne massive Verkehrszunahme möglich sei, würden nur unter dieser Voraussetzung gelten. Nur so sei die Entwicklung des Verkehrs in der Ulmer Straße beherrschbar und die weitere Bebauung verantwortbar.

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Gewichtsbeschränkung ist nur ein erster Schritt

Als erste Maßnahme forderten die Vertreter von CSU und Wirtschaftsvereinigung übereinstimmend eine umgehende Gewichtsbeschränkung auf der Ulmer Straße nach Leipheim und auf den Verbindungsstraßen zwischen Leipheim, Bubesheim, Wasserburg und Denzingen. Damit könne der Lkw-Durchgangsverkehr auf die Autobahn verlagert und neuer Schwerlastverkehr aus dem Fliegerhorstgelände ferngehalten werden. Längerfristig sei, so zeigte die Diskussion, ein Autobahnanschluss bei Bubesheim sowohl von der verkehrlichen Wirksamkeit als auch dem finanziellen Aufwand her die beste Lösung. Diese könne aber nur gemeinsam mit Bubesheim verwirklicht werden.

Um dort die nötige Akzeptanz zu schaffen, könne eine Weiterentwicklung der bisherigen Untersuchungen zu einem Verkehrskonzept für die ganze Region helfen, das mögliche Alternativen ebenso bewertet wie die Auswirkungen eines Autobahnanschlusses für die umliegenden Gemeinden. Dass ein solches Konzept noch nicht vorliege, wurde von Bendl und Schleifer kritisiert. Die Vertreter der Wirtschaft wünschten möglichst bald einen Zeitplan für die Umsetzung der einzelnen Schritte. (zg)

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