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06.03.2009

Stadtverwaltung fürchtet höheres Sicherheitsrisiko

Günzburg (zg) - Die Wirtschaftsvereinigung und die Werbegemeinschaft Günzburg regen - wie berichtet - an, den Marktplatz in den nächsten vier Monaten für Autofahrer freizugeben. Begründung sind die beiden Straßenbaumaßnahmen an der Ichenhauser Straße und im Bereich der Siemensstraße.

In einer Stellungnahme spricht sich die Stadtverwaltung dagegen aus, die Fußgängerzoneregelung während der Sommermonate anzutasten. Durch die Straßenbaumaßnahmen komme es zwar zu unvermeidlichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Innenstadt könne jedoch über den Stadtberg auch von Autofahrern erreicht werden.

Zudem habe man in einem Gespräch mit der Werbegemeinschaft angeboten, im nördlichen Bereich der Altstadt gebührenfrei weitere Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Autofahrer, die von der Weststadt aus den Marktplatz anfahren wollen, könnten dies wie gewohnt über den Stadtberg tun. Für den Weg von der Weststadt in die südliche Oberstadt (etwa zu den Schulen) müsse eine kurze Umfahrung über Schlachthausstraße, Bahnhofstraße und Dillinger Straße eingeplant werden. Diesen Autoverkehr über den Marktplatz zu lenken, würde nach Auffassung der Straßenverkehrsbehörde zu erheblichen Problemen für die Verkehrssicherheit am Marktplatz führen.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig betont, dass der Marktplatz in den Frühjahrs- und Sommermonaten als Fußgängerzone für Einkaufende von besonderer Qualität sei. Durch zahlreiche Veranstaltungen des Kultursommers wolle man auch in diesem Jahr diesen Standortvorteil nutzen, um Menschen nach Günzburg zu locken. Öffne man den Marktplatz für den Durchgangsverkehr, müssten manche Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen entfallen. Gleichzeitig, so der OB, sei es mit der Winter-/Sommerregelung gelungen, während der dunklen Jahreszeit, also über vier Monate hinweg, mehr Parkraum zu schaffen und gleichzeitig während der Frühjahrs- und Sommermonate durch eine klare und konsequente Fußgängerzoneregelung den Marktplatz für Aktivitäten und zum Verweilen zu nutzen. Nach anfänglicher Skepsis werde diese Regelung nun von der breiten Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert und angenommen.

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Helmut Stammer, Leiter der Straßenverkehrsbehörde der Stadt, betont, dass auch die Polizei eindringlich davor warne, eingespielte Regelungen aufzuweichen. Wolle man nun auch im Sommer die Verkehrsführung unterschiedlich handhaben, erhöhe man damit das Risiko von Unfällen - nicht zuletzt bei Kindern und Senioren, so Stammer.

In der Erklärung der Stadtverwaltung wird ferner darauf verwiesen, dass die geplanten Straßenbaumaßnahmen der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur dienen. Diese teuren Maßnahmen kämen allen Bürgern der Stadt und auch der örtlichen Wirtschaft zugute.

Wie bei einem privaten Bauvorhaben gehe dies jedoch nicht ohne die Bereitschaft, für einen begrenzten Zeitraum eine geringfügige Beeinträchtigung in Kauf zu nehmen, so die Stadtverwaltung.

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