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Faschingsverband

20.04.2015

Steuerwechsel auf dem Narrenschiff

Heiter nahm das Ehepaar Martha und Eugen Müller den Dank und die rührenden Abschiedsworte des neuen Präsidenten Christoph Spieß entgegen.
Bild: Manfred Deger

Der Offinger Gründungspräsident des BSF Eugen Müller übergibt das Ruder an den Mindelheimer Christoph Spieß

Er war Gründer und Motor des Bayerisch-Schwäbischen Fasnachtsverbandes (BSF) und er hielt das Verbandsschiff 35 Jahre lang auf Kurs. Die Rede ist von BSF-Präsident Eugen Müller aus Offingen, der das Steuer bei der Verbandstagung in der Burgauer Kapuzinerhalle in die Hände seines 1962 geborenen Stellvertreters Christoph Spieß aus Mindelheim legte. Dieser war seit 2001 BSF-Vorstandsmitglied und seit 2007 BSF-Vizepräsident.

„Der Lotse geht von Bord. Er brachte das schwäbische Narrenschiff in Fahrt und ich werde versuchen, es auf Kurs zu halten“, versprach der neue Präsident den Delegierten. Eugen Müller verabschiedete sich nach seinem letzten Tätigkeitsbericht. Die Laudationen der Ehrengäste wurden von minutenlangen Standing Ovations begleitet.

Sichtlich bewegt nahm Müller die einstimmige Ernennung zum ersten BSF-Ehrenpräsidenten entgegen. „Ich bin heute eigentlich nicht gerne hier, denn heute geht ein Freund, der es fertigbrachte deutlich zu machen, dass Fasching und Fasnacht nicht nur aus Mainz oder Aachen kommen“, sagte der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Volker Wagner unter dem Beifall des Auditoriums. „Für Dich ist Fasnacht mehr als eine heitere Angelegenheit, sie ist Dein Lebenswerk“, sagte Ex-Staatsminister Josef Miller zu seinem kulturpolitischen Weggefährten, in dessen Amtszeit der BSF von 29 auf 138 Vereine wuchs. Müller habe ein über 600 Jahre altes Kulturerbe gepflegt und für kommende Generationen gesichert und alte, in Vergessenheit geratene Fasnachtsbräuche aufgespürt und wieder eingeführt. „Was Du Dir in den Kopf gesetzt hast, das hast Du auch erreicht. Das zeigt unter anderem die von Dir initiierte Fasnachtssendung „ Schwaben weissblau“ des Bayerischen Rundfunks. Heute steht diese Sendung mit einer Zuschauerquote von 3,4 Millionen an zweiter Stelle nach der Frankensendung aus Veitshöchheim von allen Fernsehsendungen des Jahres“, sagte Miller.

Landrat Hubert Hafner dankte dem neuen BSF-Ehrenpräsidenten für seine ehrenamtliche Arbeit, die vor allem Heiterkeit in das Leben von Jung und Alt gebracht habe. „Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat“, meinte er mit dem Schriftsteller Nicolas Chamfort und bestätigte Eugen Müller, dass er dazu beigetragen habe, dass in Schwaben kein Tag verloren gehe. Auch die Tätigkeitsberichte der verschiedenen BSF-Abteilungsleiter (Jugend- und Zunftleitung, Tanzausschuss und Ordensrat) waren vor allem vom Dank an den scheidenden Präsidenten geprägt. Wobei aus der Jugend- und Zunftleitung auch mahnende Worte wegen spätabendlicher Auftritte bei Sitzungen und Alkoholausschank an Jugendliche oder Wagen mit dröhnender Musik bei Umzügen fielen. Solche Dinge gefährdeten die Trägerschaft der Jugendhilfe für die BSF-Jugend, die sich davon deutlich distanziere.

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