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Brauchtum

15.03.2019

Stolz auf die neue Tracht

Marina König, Stefan Wöhrle und Andrea Ellenrieder (von links) zeigen sich in der neuen Tracht des Musikvereins Rieden.
Bild: Thomas Ellenrieder/Verein

Riedener Musiker kleiden sich neu ein. Sie waren einst Pioniere

Vor mehr als 50 Jahren, 1961, sind die Riedener Musikanten erstmals mit einer schmucken attraktiven Tracht aufgetreten. Damals leisteten sie Pionierarbeit: Als eine der ersten Musikkapellen im Bezirk Schwaben schlüpften sie ins neue Trachten-Gewand. 15 Trachten wurden seinerzeit geschneidert - bestehend aus Janker, Weste, Hut, Strümpfen und Stoffbundhose. Die Eigenleistung je Musiker betrug 147 D-Mark.

Die Trachtenberaterin des Bezirks Schwaben, Monika Hoede, beschreibt die Tracht des Musikvereins Rieden so: „Hier handelt es sich um eine typische schwäbische Tracht im Biedermeier-Stil.“ In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde diese Tracht als Arbeits- und Festtagskleidung getragen. Das Mädle-G´wand war reich verziert und aufwendig verarbeitet. Die Männer trugen dunkle Lederhosen und Westen mit Silberknöpfen.

Nachdem aber die Tracht der Riedener Musiker im Lauf der Zeit sichtlich abgenutzt wurde und manchem Musiker auch nicht mehr passte, entschied sich der Vorstand für eine Neueinkleidung. Die notwendige Neuanschaffung kostete den Musikverein Rieden annähernd 10000 Euro.

Stolz auf die neue Tracht

„Tracht und Musikverein gehören einfach zusammen“, sagt der Vorsitzende Josef Ellenrieder. Bei vielen Auftritten stehe der Musikverein in der Öffentlichkeit. Ellenrieder bezeichnet die Tracht als Augenweide und eine kulturelle Bereicherung für den Verein und das Dorf.

Zuschüsse zu den neuen Gewändern gaben der Bezirk Schwaben und die Stadt Ichenhausen. Da die Vereinskasse durch die Anschaffung erheblich belastet wurde, hofft Ellenrieder außerdem auf Sponsoren und Spender. Eine besondere Anerkennung gilt laut dem Vorsitzenden Andrea Ellenrieder. Sie hat sich nicht nur bei der Trachtenberatungsstelle über mögliche Zuschüsse und Besonderheiten der schwäbischen Tracht erkundigt, sondern selber Hand angelegt, als es ans Schneidern und Verzieren des neuen Gewands ging. (zg)

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