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Gundremmingen

13.04.2015

Teil der Notstromversorgung abgeschaltet: Neuer Fehler im AKW

Das Atomkraftwerk Gundremmingen ist wieder mit beiden Blöcken am Netz.
Bild: Bernhard Weizenegger

Erst im März hatte es eine Panne im Atomkraftwerk Gundremmingen gegeben. Daraufhin war die Anlage stundenlang außer Betrieb. Jetzt gab es einen neuen Vorfall.

Block B des Atomkraftwerks Gundremmingen ist nach dem Abschluss der Wartungsarbeiten wieder in Betrieb genommen und mit dem Stromnetz verbunden worden. Das teilt die Betreibergesellschaft mit. Derzeit wird die Stromproduktion schrittweise auf volle Leistung angehoben.

Dabei durchläuft der Block weitere Tests. Bei einer von 325 wiederkehrenden Prüfungen an den technischen Einrichtungen des Blocks wurde am Samstag allerdings ein Strang der mehrfach vorhandenen Notstromversorgung fehlerhaft abgeschaltet, erklärten die Betreiber heute.

Nach derzeitigem Stand sei der Vorfall nach dem deutschen Meldesystem der Kategorie N für Normal zuzuordnen. Nach der internationalen Bewertungsskala handele es sich um eine Meldung der niedrigsten Stufe 0, was keiner oder einer geringen sicherheitstechnischen Bedeutung entspreche. Weder das Personal noch die Anlage oder die Umgebung seien gefährdet gewesen. Erst im März war das Atomkraftwerk stundenlang vom Netz gegangen, weil durch einen menschlichen Fehler die Druckluftzufuhr für den falschen Block gesperrt worden war.

Unterstützt von etwa 1000 Mitarbeitern von Partnerfirmen hat die Revisionsmannschaft Block B nun in den vergangenen Wochen für das nächste Produktionsjahr vorbereitet. Gut 2500 einzelne Aufträge mussten abgearbeitet werden, darunter das Nachladen von Brennelementen in den Reaktor. Der begonnene Produktionszyklus soll ein Jahr dauern. Die nächste Revision ist für April 2016 geplant. zg/cki

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