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Polizei

19.08.2020

Trickbetrüger rufen Bürger im Kreis Günzburg an

Mit Trickbetrügern und zwei Fällen von Körperverletzung hat derzeit die Polizei zu tun.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die Täter fordern teilweise erhebliche Summen. Mit welchen Fällen sich die Polizei zurzeit konkret befasst.

Gleich vier Fälle von Trickbetrug am Telefon beschäftigen im Augenblick die Beamten der Polizeiinspektion Günzburg. Ein finanzieller Schaden ist den Geschädigten bislang nicht entstanden. Außerdem ermitteln die Polizisten in zwei Fällen von Körperverletzung.

In Wasserburg erhielt ein 80-Jähriger einen Telefonanruf von einer Dame, die sich als Frau Jäger vorstellte. Sie riefe im Auftrag einer Firma an, deren Namen er nicht verstand. Besagtem Unternehmen schulde der Rentner angeblich 5400 Euro. Für weitere Informationen solle er eine Mobiltelefonnummer anrufen. Als er die Nummer wählte, war die Leitung nach seinen Angaben „tot“. Allerdings liegen der Polizei zu dieser Handynummer bereits viele Anzeigen vor.

Angeblich liegt eine Klage wegen eines Gewinnspiels vor

Bei einem 78-Jährigen meldete sich eine angebliche Gerichtsgeschäftsstelle. Es liege eine Klage wegen eines Gewinnspiels vor, so die Behauptung. 5200 Euro solle der Mann bezahlen. Als er angab, die Forderung über die Polizei abzuklären, beendete die Anruferin das Telefonat.

Einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhielt unterdessen ein 59-Jähriger. Er habe aus einem Vertrag mit einem Wettdienstleister angeblich Schulden in Höhe von 5870 Euro und man wolle ihn vor einer Zwangsvollstreckung schützen, hieß es. Die Mobilfunknummer des noch unbekannten Täters existiert.

Die Unbekannte wusste alle Bankdaten

Ein Reisensburger wurde von einer Frau angerufen, die ihm weismachen wollte, er habe bei einem Mobilfunkdienstleister einen Vertrag abgeschlossen und das Kleingedruckte offenkundig nicht gelesen. Nun besitze der 45-Jährige ein Abonnement, das ihn ein ganzes Jahr lang monatlich 59 Euro kosten würde. Aber sie könne das auch auf drei Monate à 59 Euro reduzieren, behauptete die Anruferin, die angeblich im Namen einer Lotterie handelte. Die unbekannte Frau wusste laut Polizei alle Bankdaten sowie die Adresse und die persönlichen Daten des Mannes.

Körperverletzung in zwei Fällen

Beherzt eingeschritten ist unterdessen ein Mann, als sich zwei Frauen handgreiflich auseinandersetzten. Nach Zeugenaussagen hatte eine 31-Jährige am Dienstag gegen 19 Uhr eine 63-jährige Nachbarin im Fahrradkeller eines Hauses in Günzburg tätlich angegriffen. Sie soll ihr mit der Faust auf den Rücken geschlagen haben. Ein Anwesender konnte die Angreifende laut Polizei zurückhalten, sodass die Ältere auf die Treppe gelangen konnte. Einen Fußtritt gegen die Hand der Flüchtenden konnte der Mann allerdings nicht mehr verhindern. Die 63-Jährige klagte anschließend über Schmerzen; sichtbare Verletzungen hatte sie nicht.

Gegenseitig leicht verletzt haben sich zwei junge Männer im Asylbewerberheim in Ichenhausen. Sichtbare Verletzungen gab es nach Polizeiangaben nicht. Der angeforderte Rettungswagen konnte wieder abgezogen werden. In einer ersten Mitteilung an die Polizei war von einer Auseinandersetzung berichtet worden, bei der ein Messer im Spiel sei. Davon war später nicht mehr die Rede; beim Eintreffen der Streife hatte sich die Situation zwischen dem 19- und dem 21-Jährigen bereits beruhigt. (zg)

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