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Offingen

04.12.2020

Trüffel in allen Varianten gibt’s in Offingen jetzt zum Mitnehmen

Gut 30 edle Produkte mit Trüffel fertigt die Trüffelmanufaktur in Offingen – jetzt mit Laden. Mitarbeiter Florian Tresp lässt gerne probieren.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Die „Trüffelmanufaktur“ in Offingen stellt in Handarbeit vielfältige Produkte her. Nun gibt es einen Ladenbereich.

Das Unternehmen gibt es bereits seit 2008 – doch in der Region kenne es kaum einer. Das sagt Florian Tresp, der bei der Offinger „Trüffelmanufaktur“ für den Vertrieb zuständig ist. Denn vor Corona habe man an den Wochenenden drei bis fünf Veranstaltungen parallel gehabt, auf denen die Produkte rund um Trüffel angeboten wurden. Das ist jetzt alles weggefallen. Und deshalb wurde überlegt, wie man auch den Menschen in Offingen, dem Landkreis Günzburg und den angrenzenden Gebieten den Mund wässrig machen kann.

Die Lösung: Im Betrieb an der Marktstraße 15 gibt es jetzt auch einen kleinen Ladenbereich mit Probiermöglichkeit. Dabei sollen die Kunden auch erfahren, wie man Trüffel richtig lagert und auf Gerichte abstimmt. „Denn sie nur über Nudeln zu hobeln macht noch keine leckeren Trüffelnudeln“, sagt Tresp. „Man muss sich schon näher damit befassen.“ Es gebe kaum einen Geschmack, der so flüchtig sei wie dieser. Irgendwie passend für ein solches Luxusprodukt.

Mehr als 30 Produkte bietet die Offinger "Trüffelmanufaktur" an

In den Regalen stehen nun kleine Gläschen beispielsweise mit Trüffelketchup, es gibt Trüffeltörtchen und sogar Trüffelbratwürste. So soll aus dem als Versandhandel für Trüffel und Edelpilze gegründeten Unternehmen mehr werden. Begonnen hatte alles mit einer Premiumbutter, der nächste Schritt war das Törtchen, also Camembert. Tresp lernte den Gründer Alexander Keck, der die Firma zusammen mit Susanne Backes-Keck aufbaute, auf einer Messe kennen. Da kam der Vertriebler hin, „weil ich Essen liebe“.

Alles sei von vorne bis hinten Handarbeit, die Produkte, mit denen die Trüffel oder andersherum verfeinert werden, kämen aus der Region. Der „Grundstoff“ selbst werde aus Italien bezogen. Ohne die Aushilfen sind hier inzwischen zehn Mitarbeiter tätig, davon gut sechs in Vollzeit. Es gibt etwas mehr als 30 Produkte. Zwischendurch hieß die „Trüffelmanufaktur“ auch mal „Göschle“, doch jetzt habe man sich wieder auf den anderen Namen besonnen, sagt Tresp.

Zu finden sind die Produkte vor allem bei Feinkosthändlern, aber auch in manchen Supermärkten

Es habe auch die Überlegung gegeben, in München einen Laden zu eröffnen – doch angesichts der Corona-Situation sei es ein Glück, dass dies nicht zustande kam. Das sei letztlich nicht weiter tragisch, da alleine auf dem Viktualienmarkt knapp zehn Läden die Produkte im Angebot hätten. Ansonsten bekomme man sie auch bei vielen inhabergeführten Edeka- und Rewe-Märkten, Abnehmer seien ansonsten vor allem Feinkosthändler.

Wichtig seien inzwischen auch Influencer, also Menschen, die von der Produktwerbung im Internet leben. Grundsätzlich würde man gerne stärker in die Gastronomie kommen, aber auch hier mache Corona eine Expansion schwierig. Der Hauptabsatzmarkt sei übrigens Nordrhein-Westfalen – im Ballungsraum leben nun einmal sehr viele Menschen.

Was noch fehlt am Gebäude an der Marktstraße beziehungsweise auf der Rückseite an der Leonhardstraße ist die Außenwerbung. Aber die komme, versichert Tresp, damit auch die Offinger nun wissen, wo es die Vielfalt zum Kochen gibt.

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