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Bubesheim

01.03.2019

Turnerin Janine Berger will zurück an die internationale Spitze

Janine Berger gibt auch am Mikrofon eine gute Figur ab.
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Janine Berger gibt auch am Mikrofon eine gute Figur ab.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Unmittelbar vor dem Start in die Turn-Bundesliga kokettiert Janine Berger mit einer Rückkehr auf die Weltbühne. Worauf es dabei für die Bubesheimerin ankommt.

Ganz und gar kein Zufall ist es, dass Janine Berger noch einen Hauch körperlich präsenter und fitter aussieht als in ihren bislang erfolgreichsten Zeiten als Weltklasse-Turnerin. Wie noch nie zuvor in ihrer Karriere hat die 22-jährige Bubesheimerin in den vergangenen Monaten Kraft und Kondition gebolzt. „Mein Körper ist mein Kapital“, sagt sie mit einem Lächeln. Und wer sollte das besser beurteilen können als eine Sportlerin, die nach einem Totalschaden im Knie die Rückkehr geschafft hat auf jene Hochleistungsebene, die nationale Spitzenplätze in Aussicht stellt und international zumindest beachtet wird.

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Wohin die Reise letztlich geht, vermag derzeit niemand zu sagen. Doch ganz in der Ferne locken immerhin die Sterne von Olympia 2020. „Sag niemals nie“, bemüht Berger auf dieses Stichwort den Titel eines James Bond-Films. Weitergehende Antworten auf dieselbe Frage garniert sie dann konsequent mit dem Wort „Wenn“. Die 22-Jährige möchte also nichts ausschließen, wenn ihr Knie mitzieht. Und Tokio beziehungsweise die Qualifikationswettkämpfe für die Sommerspiele könnten ein Thema werden, wenn sie ihren Olympia-Sprung von 2012, einen Tsukahara mit Doppelschraube, wieder im Wettkampf turnen kann.

Im Training läuft diese Übung schon richtig gut, offenbart Berger. Und den Schwierigkeitsgrad wird sie auch brauchen, wenn sie international ernsthaft mitreden möchte.

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Am Samstag beginnt die Turn-Bundesliga

National, in der am Samstag beginnenden Bundesliga-Saison, geht es für die in den Farben des SSV Ulm 1846 startende Bubesheimerin auch eine Nummer kleiner. Hier wird sie einen Tskuhara mit ganzer Schraube zeigen. „Das ist nicht der schwierigste Sprung, aber auf nationaler Ebene kann der gut mithalten“, sagt sie mit viel Überzeugung in der Stimme.

Nach ihrem verheerenden Sportunfall im August 2014 ist Berger ja schon heilfroh, dass sie überhaupt wieder an große Sprünge denken kann. Teil eins ihres Comebacks fand noch ausschließlich am Stufenbarren statt. Auch an diesem Gerät ist sie allemal gut genug für hervorragende Bundesliga-Ergebnisse, kann mit dem Ausgangswert ihrer Kür sogar international mithalten. Doch der Weg zurück in die absolute Weltspitze (und das ist die Kategorie, in der Leistungssportler wie Janine Berger denken) funktioniert nur über den Sprung.

Janine Berger tritt auch in Dillenburg am Sprung an

Wesentlich näher als alle Träume von Tokio liegen die Aufgaben in der Bundesliga. Die Ulmerinnen, im vergangenen Jahr als Aufsteiger Sechster unter acht Teams, haben diesmal ausreichend Qualität für eine bessere Platzierung, ist Berger überzeugt. „Ziel ist es, sich im vorderen Mittelfeld zu positionieren“, sagt sie. Dabei helfen soll Tisha Volleman aus der niederländischen Nationalmannschaft, die auch zu Beginn der Saison 2018 im Ulmer Team stand.

Wenn bis dahin nichts Schwerwiegendes passiert, wird Berger am Samstag in Dillenburg also Sprung und Stufenbarren turnen. „Momentan geht’s mir gut. Aber ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass sich das schnell ändern kann. Ich muss einfach immer schauen, wie mein Knie ist“, sagt die 22-Jährige gewohnt vorsichtig. Schritt für Schritt, so will sie es angehen. Wobei das schon bald heißen könnte: Sprung für Sprung.

Mehr dazu lesen Sie hier: Turnerin Janine Berger: Emotionale Rückkehr an ihr Olympia-Gerät

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