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Burgau

12.06.2019

VR-Bank: Trotz Niedrigzinsphase Grund zur Freude

Die Höchste Austeuchnung des Genossenschaftsverbandes zum Abschied gab es für Ingo Eberhardt, den langjährigen Vorstand der VR-Bank Donau-Mindel (im Bild mit Urkunde). Sein Nachfolger Stefan Fross, Aufsichtsratsvorsitzende Vera Feustle, Burgaus Bürgermeister Konrad Barm, Werner Schartel (Regionaldirektor Schwaben des Genossenschaftsverbands Bayern) und Vorstand Alexander Jall (von links) verabschiedeten Eberhardt mit herzlichen Worten.
Bild: Martin Kramer VR-Bank

Die VR-Bank Donau-Mindel zieht eine positive Bilanz für 2018. Für den scheidenden Vorstand gibt es eine hohe Auszeichnung.

Ein solides Ergebnis für das vergangene Jahr 2018 haben die Verantwortlichen der VR-Bank Donau-Mindel bei der 47. Vertreterversammlung in Burgau präsentiert. Für Ingo Eberhardt bedeutete der Abend in der Kapuziner-Halle zugleich den Abschied: Der langjährige Bankvorstand geht in den Ruhestand.

Aufsichtsratvorsitzende Vera Feustle begrüßte 158 Vertreter sowie viele Ehrengäste aus Kommunalpolitik, Wirtschaft und der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die Vertreterversammlung wurde im Frühjahr für vier Jahre neu gewählt, je ein Vertreter für 150 Mitglieder. Feustle bedankte sich bei den Vertretern dafür, dass sie sich für dieses wichtige Ehrenamt zur Verfügung gestellt haben.

Bankvorstand ruft zum sorgsamen Umgang mit Daten auf

Stefan Fross, seit Jahresbeginn Vorstand der VR-Bank Donau-Mindel , brachte in seiner kurzweiligen Rede die aktuellen Herausforderungen in der Bankenbranche auf den Punkt: Neben den Niedrigzinsen, die sich nicht nur auf die Ergebnisse der Banken, sondern vor allem auf die Altersvorsorge der Bürger negativ auswirken, gebe es immer mehr neue mächtige Wettbewerber, die um die Bankkunden buhlen. Dass viele Bürger mit ihren persönlichen Daten wenig sorgsam umgehen, spiele diesen Unternehmen in die Karten. Umso erfreulicher ist es, dass die Mitglieder und Kunden der VR-Bank Donau-Mindel nach wie vor erfolgreich mit ihrer Bank zusammenarbeiten. Fross appellierte, dass alle Mitglieder und Kunden ihre persönliche finanzielle Situation bei ihrer Bank regelmäßig überprüfen lassen. Fross fragte sich: „Was wäre eine Genossenschaft ohne Mitglieder und Kunden? und antwortete zeitgleich: „Eine leere Hülle!“.

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Im Vergleich mit anderen Genossenschaftsbanken liegt Donau-Mindel über dem Durchschnitt

Die Offenlegung von Zahlen, Daten und Fakten 2018 übernahm Vorstandssprecher Alexander Jall. So wurden 2018 rund 227 Millionen Euro an neuen Krediten zugesagt, wovon etwa 104 Millionen Euro in Wohnbaufinanzierungen und 100 Millionen Euro an Unternehmen in der Region gegangen seien. Allein knapp 38 Millionen Euro leisteten die Kreditnehmer im vergangenen Jahr an Sondertilgungen an die Bank. Das gesamte betreute Kundenvolumen wuchs um 42,5 Millionen auf 2897 Millionen Euro an. Die Bilanzsumme stieg um 3,7 Prozent auf 1557 Millionen Euro. Die Aufwand-Ertrag-Relation von 56,9 Prozent verdeutliche diese positive Entwicklung auch im Ergebnis. Im Vergleich mit den bayerischen Genossenschaftsbanken liege die VR-Bank Donau-Mindel wie in den Vorjahren über dem Durchschnitt.

Im Herbst hatte die Bank ihr 35 000. Mitglied begrüßt, zum Jahresende gehörten bereits 35 180 Mitglieder zur Genossenschaft.

Für das laufende Jahr blickte der Vorstand etwas verhaltener in die Zukunft. Jall: „Im Jahr 2019 und in den Folgejahren rechnen wir mit jeweils rückläufigen Ergebnissen, was insbesondere aus einem prognostizierten Rückgang des Zinsergebnisses resultiert. Wir werden aber aus heutiger Sicht auch für den Fall, dass die sehr niedrigen Zinsen noch länger andauern werden, auskömmliche Ergebnisse erzielen, damit wir unsere Mitglieder und Kunden bei all ihren finanziellen Themen begleiten können.“

VR-Bank Donau-Mindel: Mitglieder bekommen 2,25 Prozent Dividende

Die Vertreterversammlung stellte einstimmig den Jahresabschluss fest und beschloss die Dividende in Höhe von 2,25 Prozent an die Mitglieder. Ebenfalls wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde eine Satzungsänderung, nach der künftig jeder auch über die Homepage online Mitglied der Genossenschaft werden kann. Die Online-Mitgliedschaft wird für 50 Euro pro Geschäftsanteil erworben, was eine Vereinfachung des Ablaufes darstellt. Turnusmäßig schieden drei Mitglieder des Aufsichtsrates aus. Irene Ehmann, Konrad Eberhardt und Peter Stempfle wurden jeweils einstimmig von den Vertretern für weitere drei Jahre wiedergewählt.

Hohe Auszeichnung für Ingo Eberhardt

Die Vertreterversammlung bot für die Bank nochmals den Rahmen, um die Arbeit, das Wirken und den Menschen Ingo Eberhardt nach 17 Jahren im Vorstand zu würdigen. Burgaus Bürgermeister Konrad Barm, Aufsichtsratsvorsitzende Vera Feustle und der Regionaldirektor Schwaben des Genossenschaftsverbandes Bayern, Werner Schartel, zeigten die vielen Facetten und Charaktereigenschaften auf, die mit Ingo Eberhardt als Vorstand, als Kollege oder als Freund verbunden sind. Viele prägende Ereignisse verbanden die Redner in ihrer Laudatio. Im Namen der Genossenschaftsorganisation überreichte Werner Schartel an Ingo Eberhardt die höchste Auszeichnung des Genossenschaftsverbandes, die silberne Ehrennadel und eine Ehrenurkunde verbunden mit einem Dank für die erfolgreiche Zusammenarbeit und prägenden Ereignissen. (zg)

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