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Studie

16.10.2013

Verbesserungen für Bahnkunden

Von der Regio-S-Bahn Donau-Iller sollen auch Bahnkunden im Landkreis Günzburg profitieren. Das Fahrgastaufkommen auf den Bahnstrecken (das Foto entstand am Günzburger Bahnhof) wird sich laut einer Studie deutlich erhöhen.

Verbandsdirektor Riethe stellt die Vorteile der geplanten Regio-S-Bahn Donau-Iller im Kreisausschuss vor. Im Landkreis Günzburg sind keine Investitionen vorgesehen

Landkreis Ein durchgängiger Halbstundentakt auf sechs Bahnlinien, zusätzliche Haltepunkte, kürzere Fahrtzeiten – Bahnkunden sollen von der geplanten Regio-S-Bahn Donau-Iller profitieren. Auf den Zulaufstrecken in die Oberzentren Ulm und Memmingen soll es viele Verbesserungen für die Fahrgäste geben. Der Direktor des Regionalverbands, Markus Riethe, stellte das Ergebnis der Hauptstudie jetzt im Kreisausschuss vor. Seine Botschaft: Der Landkreis Günzburg werde von der Regio-S-Bahn profitieren, obwohl auf den Strecken vor Ort alles beim Alten bleibt und deshalb auch keine Investitionen nötig werden.

Weil die Bahn im gesamten Raum attraktiver werde, prophezeit die Studie eine höhere Nachfrage in der Region. Auf der Donautalbahn zwischen Günzburg und Dillingen soll sich die Zahl der Fahrgäste um 15 bis 25 Prozent erhöhen – ebenso hoch werde der Anstieg auf der Strecke zwischen Ulm und Augsburg sein. Bei der Mittelschwabenbahn dürfte sich die Zahl der Bahnkunden zwischen fünf und 15 Prozent erhöhen, informierte der Direktor des regionalen Planungsverbands Donau-Iller.

Die Mittelschwabenbahn ist wegen der vielen unbeschrankten Bahnübergänge weniger attraktiv als andere Strecken, hieß es im Kreisausschuss. Denn dort können die Züge oft nur mit einer Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern fahren, obwohl 80 möglich wären. Wie man die Mittelschwabenbahn attraktiver machen kann, darüber wollen die Günzburger Kreisräte demnächst diskutieren.

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Im Ausschuss gab es eine einmütige Zustimmung für das Projekt Regio-S-Bahn Donau-Iller. Riethe bezifferte die Kosten auf etwa 74 Millionen Euro. Bei einem Risikozuschlag von 50 Prozent seien es 112 Millionen Euro. Den Kosten stehe ein 1,7-fach höherer Nutzen entgegen, sagte Riethe: „Das ist erstaunlich hoch für ein Schienen-Projekt.“

SPD-Kreistagsfraktionschef Gerd Olbrich war rundum zufrieden: „Es ist doch schön, dass uns die Regio-S-Bahn im Augenblick nichts kostet und wir profitieren.“ Zur misslichen Situation auf der Mittelschwabenbahn sagte Olbrich: „Es scheint offensichtlich noch schwerer, einen Bahnübergang zu schließen als ein Windrad aufzustellen.“ CSU-Fraktionsvorsitzender Hans Klement stellte fest: „Wir begrüßen es, dass das Angebot für Bahnkunden besser wird.“

Klement sprach allerdings eine andere Baustelle an. In vielen Orten seien die Bahnhofsareale in einem erbärmlichen Zustand. Da müsse dringend etwas für das Orts- und Stadtbild getan werden, forderte Klement. Gerade kleine Bahnhöfe seien oft ziemlich heruntergekommen.

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