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Winterbach

21.06.2020

Vereinsheim Waldkirch: Die Modernisierung geht ins Geld

Drei Vereine teilen sich in Waldkirch ein Vereinsheim. Jetzt wird in Betracht gezogen, das Gebäude energetisch zu sanieren. Dabei sollen unter anderem die Dämmung, die Betonbodenplatten und das Dach erneuert werden.
Foto: Reinhard Schieferle

Plus Der Gemeinderat befasste sich mit der Sanierung des Vereinsheims in Waldkirch und mit einem schnelleren Internet. Was bei den Baumaßnahmen alles anfällt.

Vor 37 Jahren entstand im Winterbacher Ortsteil Waldkirch ein Gebäude, das von drei örtlichen Vereinen mit Unterstützung der Gemeinde errichtet wurde. Weil einiges in dem Vereinsheim nicht mehr dem zeitgemäßen Zustand entspricht, wird jetzt eine energetische Sanierung in Betracht gezogen. Der Kosten liegen nach erster Schätzung bei etwa 180000 Euro. Eine Entscheidung soll erst nach Gesprächen mit den betroffenen Vereinen, nämlich der Freiwilligen Feuerwehr, dem Schützenverein und dem Soldaten- und Kameradschaftsverein, erfolgen.

Vereinsheim Waldkirch: Viele Neuerungen notwendig

In einem Beratungsbericht informierte die Krumbacher Architektin Birgit Dreier den Gemeinderat am Mittwochabend über das Sanierungskonzept. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von fast 240 Quadratmetern stammt in seiner Grundsubstanz aus dem Jahr 1983. Nur der erst von wenigen Jahren ergänzte Schießstand entspricht aktuellen Energievorschriften. Größeren Aufwand sieht die Architektin beim Altbau. Ziegelmauerwände und Dachkonstruktion hätten schlechte Dämmwerte und sollten daher bearbeitet werden. Dabei ergäben sich jedoch einige Problempunkte. So sei beispielsweise die Nordseite des Heimes mit Erdreich angefüllt. Dort komme eine Innendämmung eventuell mit einer Überholung der WC-Anlagen in Betracht.

Weitere Schwachstellen sieht die Architektin im Eingangsbereich und bei den Fenstern, die ausgetauscht werden sollten. Ähnliches gilt auch für die Betonbodenplatte im Erdgeschoss. Doch deren Sanierung ist laut Dreier „weder wirtschaftlich noch sinnvoll“. Die Ölheizung aus dem Jahr 2008 müsse nicht erneuert werden.

Erheblicher Erneuerungsbedarf besteht allerdings am Dach, da dort jegliche Dämmung fehle. Die Planerin verweist auf eine „sehr schadensträchtige Lage“ durch die aus ihrer Sicht problematische Elektroinstallation. Auf Nachfrage von Bürgermeister Reinhard Schieferle bestätigte die Architektin, dass am Vereinsheim Handlungsbedarf bestehe. Die Gesamtkosten schätzte sie auf knapp 180000 Euro. „Das wird sowieso doppelt so viel“, kommentierte Gemeinderat Roman Brenner (Wählervereinigung Rechbergreuthen) im Hinblick auf das Einsparpotential durch die Sanierung.

Gemeinde Winterbach kann Zuschüsse für Sanierung erwarten

Das könne sie nach derzeitigem Informationsstand nicht sagen, so die Architektin, aber amortisieren werde es sich nicht. Bei der Finanzierung könne die Gemeinde wegen des für einen Gastwirtschaftsbetrieb ausgelegten Erdgeschosses Zuschüsse von 20 Prozent erwarten und einen äußerst zinsgünstigen Kredit für die Sanierung bekommen. Bevor der Gemeinderat eine Entscheidung fälle, solle das Konzept und die Finanzierung mit den Waldkircher Vereinen geklärt werden, empfahl Bürgermeister Schieferle.

Aufgrund der Gigabitrichtlinie des Freistaates will die Gemeinde den Ausbau des schnellen Internets in allen Häusern per Glasfaser vorantreiben. Für alle drei Ortsteile Winterbach, Waldkirch und Rechbergreuthen betrage die Höchstförderung 2,5 Millionen Euro, informierte der Bürgermeister. Gefordert wird eine Infrastrukturanalyse, denn bezuschusst wird die Versorgung mit 100 Megabit-Verbindungen nur in Gebieten, in denen bisher keine Glasfaseranschlüsse bestehen.

250.000 Euro für Glasfaseranschluss

Für die Gemeinde werden dafür Investitionen in Höhe von 250.000 Euro anfallen, „kein Pappenstiel“, wie Schieferle befand. Die Ausgaben würden jedoch erst in vier bis fünf Jahren kommen. Für die Zukunft sei diese Investition auf jeden Fall sinnvoll, sagte Gemeinderätin Christina Wörner (Wählervereinigung Waldkirch).

Ein fehlendes Hinweisschild am Radweg von Rechbergreuthen Richtung Winterbach sprach Gemeinderat Maximilian Briegel (Wählervereinigung Rechbergreuthen) an. Die Radler würden dort die Kreisstraße befahren, statt nach links auf den weiterführenden Weg abzubiegen. Er werde in dieser Sache mit dem Günzburger Landratsamt Kontakt aufnehmen, sicherte Bürgermeister Schieferle zu.

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