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Günzburg/Leipheim

13.02.2019

Verkehr im Areal Pro beschäftigt wieder die Günzburger

Blick auf Leipheim von Westen und das Areal Pro.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Der Günzburger Bauausschuss braucht im öffentlichen Teil keine halbe Stunde für seine Themen. Nächste Woche stehen dann größere Entscheidungen an.

So schnell geht es normalerweise nicht im Sitzungssaal des Günzburger Rathauses – keine 30 Minuten dauerte der öffentliche Teil der Sitzung des Bauausschusses, und auch nicht öffentlich dürfte nicht mehr allzu viel besprochen worden sein, hatten sich doch schon die Günzburger Blechbätschr zu ihrem traditionellen Faschings-Besuch im Rathaus angesagt – und die CSU-Vertreter des Stadtrats noch die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen und Besuch von Minister Hans Reichhart vor sich. Vielleicht war es auch die Vorahnung der Stadtratssitzung am kommenden Montag, die ein wenig zur Eile trieb. Denn mit der Verabschiedung des Haushalts 2019 und der Entscheidung darüber, ob die Ludwig-Heilmeyer-Straße nun umbenannt werden soll, haben Gremium und Verwaltung bereits zwei große und zeitintensive Brocken vor sich.

Bauen am Friedhof Nichts zu entscheiden gab es für die Mitglieder des Bauausschusses bezüglich eines Bauprojekts in der Ulmer Straße – dem Bauamt liegt ein Antrag auf einen Vorbescheid für ein Wohn- und Geschäftshaus in der Nähe des Friedhofs vor. Hier möchten die Bauherren unter anderem als vorgeschriebene östliche Abstandsfläche drei Meter auf dem Grund des Städtischen Friedhofs mitnutzen und eine fünf Meter hohe Garage ohne eigene Abstandsflächen bauen.

Was die Günzburger Stadtverwaltung und den Oberbürgermeister an dem Vorhaben stört, ist die Höhe: Zwei Vollgeschosse mit Staffelgeschoss und Dachterrasse stellen sich die Bauherren für ihr Gebäude vor. „Um den sozialen Frieden vor Ort zu wahren“, so Gerhard Jauernig, sollte die Situation dadurch entschärft werden, indem nur zwei Vollgeschosse gebaut werden.

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Die Stadtverwaltung habe dazu entsprechende Gespräche mit den Bauherren begonnen. „Sollte das so nicht funktionieren, müssen wir einen Bebauungsplan aufstellen, der dann alle an den Friedhof grenzenden Grundstücke umfasst“, informierte der Oberbürgermeister den Bauausschuss über das weitere Vorgehen.

Verkehr am Areal Pro Das Interkommunale Gewerbegebiet spielte gleich dreifach eine Rolle bei der Sitzung des Bauausschusses: Zur Änderung des Teil-Bebauungsplanes für das Gas- oder Gas- und Dampfturbinenkraftwerk hat die Stadt keine Einwände. Bei der benachbarten Fläche „Südwestlich der Rollbahn II“ schon: Bereits im Dezember 2017 hatte der Stadtrat den Bebauungsplan auf dem Areal Pro abgelehnt, weil die Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen mangelhaft und die durch den zusätzlichen Verkehr entstehende Belastung für Günzburg erheblich seien. Inzwischen gibt es zwar Fahrverbote für den Schwerlastverkehr, welche die Situation in der Günzburger Unterstadt zwar zählbar verändert hätten, so Jauernig. „Eine entscheidende und dauerhafte Verbesserung der Situation wurde noch nicht erreicht.“ Zumal das fragliche Gebiet durch die Veränderung des Bebauungsplans um 4,1 Hektar wächst, um dort eine Erweiterungsfläche für einen ansässigen Großhandelsbetrieb zu schaffen, bleibt die Günzburger Verwaltung bei ihrer Kritik.

Erweiterung im Legoland Ein städtebaulicher Vertrag regelt unter anderem, wie notwendiger ökologischer Ausgleich und notwendige Ersatzaufforstungen geschaffen werden müssen, wenn Legoland sein Gebiet erweitert. Diese Belange wären durch eine einfache Festsetzung im Bebauungsplan nicht zu klären gewesen, so der Oberbürgermeister, deshalb kommt es jetzt zum Vertragsschluss. Gerhard Jauernig hatte seinen Stellvertreter Anton Gollmitzer auf einem seiner berühmten „Kontrollgänge“ begleitet und das Erweiterungsgelände in Augenschein genommen. „Anton Gollmitzer hat mir gezeigt, in welchem Tempo sich die Natur diese Fläche nach der Entmunitionierung des Geländes wieder zurückerobert hat.“

Das Areal östlich des bestehenden Feriendorfs sei keines, das von heute auf morgen schon bebaut werde, und die Vegetation keine über Jahrzehnte gewachsenen Bäume, sondern mehr Gestrüpp, versicherten die beiden Bürgermeister. Die Zustimmung des Bauausschusses fiel dann auch einstimmig aus.

Lesen Sie hier: „Diese Zimmer finden Familien in Günzburg spitze“

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