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Legoland

20.08.2013

Viel höhere Löhne in Dänemark

Die Lohnkrieger waren auch wieder dabei, als Gewerkschaftsvertreter am Samstag vor dem dänischen Legoland-Park in Billund für gerechtere Löhne kämpften.
Bild: Gewerkschaft NGG

Gewerkschafter reisen nach Billund, um sich für gerechtere Bezahlung einzusetzen

Billung/Günzburg 15 Gewerkschaftsaktive aus Günzburg und Schwaben waren am Samstag zu Besuch im dänischen Legoland in Billund. Sie informierten die Parkbesucher über ihre niedrigen Löhne.

Im Legoland Billund gilt ein Tarifvertrag mit einer transparenten und gerechten Lohnstruktur und viel höheren Löhnen als in Günzburg, teilte Tim Lubecki von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Region Schwaben, mit. Einen Tarifvertrag wollen die Gewerkschaftsmitglieder in Günzburg auch. Aber die örtliche Parkleitung lehnt Verhandlungen ab.

Durch den Besuch wollten die Gewerkschaftsmitglieder das Management der Kirkbi A/S mit Sitz in Billund in die Verantwortung nehmen. Kirkbi ist die Investmentfirma der Lego-Familie und hält über 30 Prozent an der Merlin Entertainments Group, die weltweit Freizeiteinrichtungen betreibt. Unter anderem das Legoland in Billund und das Legoland in Günzburg.

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Kirkbi verpflichtet sich auf seiner Homepage hohen ethischen Standards. Die NGG-Mitglieder fordern das Unternehmen auf, Einfluss auf Merlin zu nehmen und diesen hohen Anspruch auch im deutschen Legoland umzusetzen.

Das Legoland-Management ließ nach Angaben von Lubecki gegenüber der Presse erklären, man vertraue darauf, dass die Beschäftigten in Deutschland gemäß der deutschen Gesetzte behandelt würden. Die NGG meint dazu: Thema verfehlt. Denn in Deutschland würden die Arbeitsbedingungen nur am Rande durch Gesetze geregelt, die Löhne gar nicht. Es gebe keinen gesetzlichen Mindestlohn. Hierzulande würden die Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge geregelt. Wo es keine Tarifverträge gebe, machten sich Niedriglöhne breit, so auch in den deutschen Betrieben der Merlin Gruppe.

„Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den deutschen Merlin Betrieben ist keine Frage der Gesetze, sondern eine Frage der Gerechtigkeit. Wir brauchen endlich einen Tarifvertrag! Kirkbi, übernehmen Sie Verantwortung!“, fordert der NGG-Sprecher in einer Mitteilung. (alk) "Seite 25

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