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Gemeinderat

07.03.2020

Viele Projekte in Jettingen-Scheppach

Ein Hinweisschild zum Geburtsort Graf von Stauffenbergs und neue Streuobstwiesen: Im Ort tut sich einiges. Und der Bürgermeister formuliert noch einen Appell

Auch die Gemeinde Jettingen-Scheppach wird dem Zweckverband „Digitale Schulen Landkreis Günzburg“ beitreten. Bei der Sitzung des Gemeinderates gab Bürgermeister Hans Reichhart zudem einige Vorhaben und Beschlüsse bekannt.

Wie mehrfach berichtet, wollen Städte und Gemeinden des Kreises den Zweckverband gründen, um für Grund- und Mittelschulen einheitliche und kostengünstigere Computer, Laptops oder digitale Unterrichtsprogramme zu beschaffen. Durch EDV-Experten sollen die Lehrer bei der Pflege von Hard- und Software entlastet werden. Das sei „eine großartige Sache“, erklärte Ex-Schulamtsdirektor, CSU-Rat Josef Seibold. Mit dem Zweckverband gehöre der Kreis zu den Vorreitern in Bayern. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Beitritt zum Zweckverband. Nach Angaben von Bürgermeister Reichhart muss Jettingen-Scheppach jährlich etwa 20000 Euro an den Verband zahlen.

In Freihalden hat die Gemeinde Grundstücke gekauft, auf denen Streuobstwiesen angelegt werden. Jüngst kam eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern hinzu. Bürger können einen Baum kaufen, ihn pflanzen und dereinst die Früchte ernten. Auch Insekten und Vögel profitierten, sagte Reichhart. Das Interesse der Bürger sei riesig.

Viele Projekte in Jettingen-Scheppach

An der A8 weisen große braune Schilder auf touristische Attraktionen hin. Ein solches Schild mit dem Hinweis „Jettingen Geburtsort Graf von Stauffenberg Deutscher Widerstand“ wird nun vor der Ausfahrt bei Jettingen-Scheppach aufgestellt. Bürgermeister Reichhart dankte seinem Sohn, der das als bayerischer Verkehrsminister ermöglicht habe.

Der Kindergarten Johann Breher wird um zwei Krippengruppen erweitert. Da deshalb einige Baulinien überschritten werden, stimmte der Rat einer Änderung des gültigen Bebauungsplans zu. Das Landratsamt habe die Pläne bereits genehmigt, sagte der Bürgermeister.

Beim Dorfbrunnen in Freihalden ist die Bepflanzung entfernt worden. Auf Nachfrage von CSU-Rat Christoph Schmid erklärte Hans Reichhart, es habe sich um geschädigte Buchsbäume gehandelt. Der Auftrag zu einer neuen Bepflanzung sei bereits erteilt worden.

Das Rathaus in Jettingen erhält einen Glasfaseranschluss und ein offenes WLAN. Der Auftrag sei an die Telekom vergeben worden. Vom Staat gebe es einen Zuschuss von 20000 Euro, die Gemeinde müsse noch 5000 Euro aufbringen.

Mit einem Festakt war der Anbau am Jettinger Rathaus eingeweiht worden (wir berichteten). Dabei sei von Bürgern unter anderem der Wunsch vorgetragen worden, bei der Planung des künftigen Platzes rund ums Rathaus mehr Grün vorzusehen, berichtete Zweiter Bürgermeister Hermann Högel (CSU). Auch sei angeregt worden, bei der Neugestaltung der Hauptstraße eine gesonderte Fahrradspur anzulegen. Da künftig im Bereich der „Neuen Mitte“ Tempo 30 vorgesehen sei, erübrige sich wohl eine Fahrradspur, erwiderte Reichhart. Trotzdem würden die Anregungen an die Planerin weitergegeben.

Den öffentlichen Teil der Sitzung schloss der scheidende Bürgermeister mit einem Appell an Wahlkämpfer: „Geht fair miteinander um.“ Zuletzt habe es „einiges Unvernünftiges“ gegeben. Trotz des Wahlkampfes gelte es zu bedenken, „dass man nach der Wahl wieder vernünftig zusammenarbeiten muss“.

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