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Günzburg

11.02.2019

Viele Themen hat er von zuhause mit in den Landtag genommen

Seit Oktober 2018 sitzt Max Deisenhofer für die Grünen im Landtag. Viele Themen, die den Berufsschullehrer und Handballer vorher schon beschäftigt haben, sind jetzt Teil seiner Arbeit als Abgeordneter.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Grünen-Abgeordneter Max Deisenhofer über die Europawahlen, seine erste Rede im Landtag und den Fernsehfasching. Wo der Politiker sein Wahlkreisbüro eröffnet.

Diese Woche wird Max Deisenhofer im Fernsehen zu sehen sein – im blauen Frack und mit Zylinder saß der Grünen-Landtagsabgeordnete am vergangenen Freitag in der Fernsehprunksitzung "Schwaben weissblau" in Memmingen. Im vergangenen Jahr hatte Deisenhofer als Kandidat für den Wahlkreis Augsburg-Land-Süd zusammen mit Fraktionsvorsitzenden Katharina Schulze verkleidet als Kommunarden die Grünen bei der Faschingssendung vertreten. Dieses Jahr war die Gruppe deutlich größer und das Verkleidungsmotto deutlich staatstragender: Die Grünen-Fraktion unter den Faschingsfreunden trug mit blau und goldenen Sternen den europäischen Gedanken quasi am Körper.

Ein Thema, das Max Deisenhofer wichtig ist. „Die Europawahl steht schon im Mai an – und das Thema wird von vielen noch unterschätzt“, sagt Deisenhofer wenige Stunden vor der Fernsehaufzeichnung beim Besuch in der GZ-Redaktion. „Gerade jetzt, wo wir in mehreren europäischen Ländern, auch bei uns, den Aufstieg von Rechtspopulisten erlebt haben, ist es wichtig, dass wir gemeinsam Solidarität zeigen.“ Nur ein einiges Europa könne konkurrenzfähig sein zu Russland, China oder den USA, sagt der Krumbacher.

Die Euphorie der Grünen hält an

Es hat sich noch mehr geändert für den Grünen-Politiker seit der Faschingssitzung vor einem Jahr: Er ist einer von 25 neuen in der auf 38 Köpfe gewachsenen Landtagsfraktion der Grünen, die sich nach ihrem großen Wahlerfolg neu formiert hat. „Die Euphorie auf Parteiebene hält an, erst vor Kurzem auf dem Landesparteitag war die Stimmung richtig gut.“

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Natürlich stand am Anfang der strukturelle Aufbau der Fraktion im Mittelpunkt, mit der Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten. Deisenhofer bedauert nach wie vor, dass trotz des Wahlerfolgs kein Platz für die Grünen auf der Regierungsbank war: „Schade, dass die CSU sich so frühzeitig für die Freien Wähler als entschieden hat.“ Trotzdem: Die Arbeit im Landtag mache Spaß. „Als stärkste Oppositionspartei sprechen wir direkt nach den Vertretern der CSU, das ist schon was.“ Seine erste Rede im Landtag hat Max Deisenhofer ebenfalls vor Kurzem gehalten – die Nervosität dabei beschreibt der Handballer ähnlich wie im Sport. Als Sprecher der Grünen für Sport, Medien, digitale und berufliche Bildung gab der Berufsschullehrer seine Einschätzung zum Rundfunkstaatsvertrag ab. „Inhaltlich war das sicher nicht das kontroverseste Thema“, gibt der Landtagsabgeordnete zu. Spannend war es dennoch – „in dem Moment wird einem bewusst, dass man wirklich hier dazu gehört.“

Max Deisenhofer eröffnet Wahlkreisbüro in Bobingen

Dazu gehören will Max Deisenhofer auch in seinem Augsburger Wahlkreis. In Bobingen eröffnet er Ende dieser Woche sein Wahlkreisbüro, Mitarbeiter Matthias Endres aus Burgau wird es leiten. Der aus Burtenbach stammende Endres arbeitet sich gerade in München in den Job ein. „Sollte es notwendig werden, könnte ich mir vorstellen auch im Landkreis Günzburg ein Büro aufzumachen.“(Lesen Sie dazu auch Die Grünen im Landkreis Günzburg wollen sich nicht ausruhen )

Was sich für Max Deisenhofer nicht geändert hat, ist sein Interesse an Schulthemen – das Thema IT-Ausstattung an den Schulen hat er beispielsweise aus dem Günzburger Kreistag mit in den Landtag genommen. Einen entsprechenden Antrag im Bildungsausschuss haben die Grünen schon gestellt. Und dass während des Redaktionsbesuchs in Günzburg ganz in der Nähe 250 Schüler vor dem Forum am Hofgarten beim "Friday for Future" für mehr Klimaschutz demonstrieren , ist für den Grünen-Politiker natürlich ein Grund, dort auch noch vorbei zu schauen. Danach geht es weiter nach Memmingen zum Fernsehfasching. „Ich freu mich schon.“ Auch daran hat der neue Job also nichts geändert.

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