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Verkehr

12.05.2018

Vier Probleme – eine Lösung

In Kissendorf soll ein großer öffentlicher Parkplatz entstehen. So sehen die Planungen für das Gelände aus

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit bereitete der Gemeinderat Bibertal vor, wie der große öffentliche Parkplatz in Kissendorf vor Mehrzweckhalle, Grundschule und katholischem Kinderhaus St. Mauritius in Zukunft aussehen soll. Jetzt in der Mai-Sitzung präsentierte Landschaftsarchitekt Dieter Weinbrenner aus Augsburg den fertigen Plan, der heuer noch Realität werden, so Bürgermeister Oliver Preußner, und die vier Hauptprobleme auf dem Areal lösen soll.

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Es soll verkehrssicherer werden, es soll bei Starkregen kein Wasser mehr auf die Friedensstraße gespült werden, die starke Staubentwicklung in Trockenzeiten soll der Vergangenheit angehören und es sollen Parkplätze entstehen, deren Anzahl zu den drei öffentlichen Gebäuden passt. Weinbrenner stellte anhand des Plans ausführlich die Lösung des Ganzen vor. Der Bus wird eine Haltestelle parallel zur Friedensstraße bekommen, die Radien für die Ein- und Ausfahrt wurden schon vor Ort mit einem 15 Meter langen Schulbus getestet und funktionierten auch. Niederschlagswasser soll auf dem Parkplatz mit seiner Hanglage in den Grünstreifen zwischen den Parkreihen versickern. „Eine Überschwemmung ist fast ausgeschlossen“, versicherte Weinbrenner. Auf der Nordseite entsteht ein Fußweg, der trotz des ansteigenden Geländes mittels Rampen barrierefrei sein wird, während auf der Südseite ein normaler Gehweg mit Bordstein entlang der Zufahrtsstraße zu den Parkplätzen für Sicherheit sorgt. 73 Stellplätze und zwei Behindertenparkplätze sind geplant, dazu noch 55 Stellplätze für Fahrräder.

Die Autos stehen oben auf versickerungsfähigen Pflastersteinen, weiter unten Richtung Friedensstraße auf Rasenpflaster. Der Schulgarten wird im Großen und Ganzen bleiben, manches wird versetzt, Hochbeete kommen dazu. Weinbrenner betont: „Wir müssen auf dem ganzen Areal sechzehn Bäume fällen, die meisten von ihnen leiden standortbedingt sowieso schon. Neu gepflanzt werden 23, also sieben Bäume mehr.“ Eingebettet in Substrat sollen die Hochstamm-Bäume gute Bedingungen bekommen. Die Treppen vom Kinderhaus zur Außenstelle im Westflügel der Mehrzweckhalle werden komplett erneuert, einschließlich einer Fahrspur für Räder und Kinderwagen.

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An die fünf Fahnenmasten wurde ebenso gedacht, wie an das Maibaum-Fundament, das an Ort und Stelle bleibt. Feuerwehrzufahrten gibt es gleich zwei, eine im Norden für die Mehrzweckhalle, eine weitere im Süden zum Kinderhaus. Einstimmig mit zehn Stimmen, viele Gemeinderäte fehlten, wurde der Parkplatz-Plan verabschiedet. Allerdings müssen noch die Punkte eingearbeitet werden, die in der Diskussion am Ratstisch aufkamen. Der Fußweg oben an der Mehrzweckhalle wird nicht begradigt, sondern verläuft kantig wie bisher, die Zahl der Behinderten-Stellplätze wird auf vier erhöht, im oberen Parkplatzbereich werden die Parkplätze breiter als die 2,50 Meter und unten auf der Grünfläche beim Maibaum entsteht mit Bänken und Grün eine kleine Ruhezone.

Über Geld wurde in der Sitzung nicht geredet.

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