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15.07.2010

Vom Donaufest zum Kantatenzyklus

Joseph Kelemen, mal nicht drinnen am Orgelspieltisch, sondern draußen bei den Sommerblumen. Foto: roma
Bild: roma

Neu-Ulm/Ulm Zwei musikalische Großprojekte der nächsten Zeit sind mit der Person des Neu-Ulmer Kantors von St. Johann Baptist verbunden: Joseph Kelemen hat zum einen als Vorsitzender des Arbeitskreises Kirchenmusik Ulm/Neu-Ulm einen neuen Kantatenzyklus durch die Kirchen der beiden großen Konfessionen dies- und jenseits der Donau zusammengestellt. Zum anderen ist er beim Donaufest im Zusammenwirken mit dem Konzert des Budapester St.-Efrem Männerchores ein gefragter Organist.

Beim Internationalen Donaufest ist Joseph Kelemen am Sonntag, 29. August um 11.30 Uhr, im Ulmer Münster als Orgel-Partner des renommierten Budapester Männerchores St.-Erfrem gefragt. Der Chor wurde von Peter Langer eingeladen. Und sein Dirigent Dr. Tamàs Bubnó wollte seinen ehemaligen Studienkollegen Kelemen an seiner Seite.

Beim Münsterkonzert "Kathedrale des Klangs" öffnet die ungarische Musiker- und Chor-Elite ihr Repertoire im Spektrum russischer und ungarischer Chorliteratur vom "Cherubinischen Wandersmann (Michail Glinka) über das "Madonna-Lied" ("Ein Glasgemälde") von Dezsö Antalffy-Zsiross bis zum Psalm 127 in der Version des zeitgenössischen Komponisten Tamás Bubnó. Joseph Kelemen wird bei diesem Konzert das "Gloria" aus der "Szekszárd"-Messe von Franz Liszt an der kleinen Orgel intonieren, aber auch auf der großen Münsterorgel begleiten.

Kelemen, der gebürtige Budapester, hat vor fünf Jahren den grenzüberschreitend wirkenden Arbeitskreis Kirchenmusik vom damaligen Ulmer KMD Friedrich Fröschle übernommen. "Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das den Kirchengemeinden und Musikliebhabern auf beiden Seiten der Donau zugutekommt, sagt der Dekanatskirchenmusiker und Hauptorganist von Neu-Ulms Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist, der dem neuen, 12-teiligen Zyklus fast ausschließlich mit Bach-Kantaten bestückt hat.

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Dieser Kantatenzyklus beginnt am Sonntag, 26. Dezember, um 9.30 Uhr, in der Böfinger Auferstehungskirche, mit der von Albrecht Haupt geleiteten Ulmer Kantorei, die Bachs Kantate "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist" interpretieren wird. In der Neu-Ulmer Petruskirche dirigiert Wolfgang Gütinger am 24. Oktober (10 Uhr) seinen Petruschor bei Bachs "Nun danket alle Gott". Der neue Münsterkantor Friedemann Johannes Wieland bringt am 3. Oktober "Wir danken dir, Gott" (BWV 29) mit der Münsterkantorei zur Aufführung. Kelemen selbst hat die Ulmer Instrumentalsolisten am 21. November für "Jauchzet Gott in allen Landen" (BWV 51) verpflichten können. Und Andreas Weil bietet zusammen mit der Chorgemeinschaft St. Maria Suso/St. Elisabeth neben "Mache dich, mein Geist, bereit" (BWV 115) am 14. November die einzige Nicht-Bach-Komposition - nämlich Beethovens C-Dur Messe in der Ulmer St.-Elisabeth-Kirche.

Weitere Bach-Kantaten in dieser besonderen Zyklus-Reihe erklingen in der St. Georgskirche (17. Oktober), der Martin-Luther-Kirche (31. Oktober), der Pauluskirche (7. November), der Wiblinger Versöhnungskirche (5. Dezember) und der Lukaskirche (28. November). Dazu gesellt sich im Jubiläumsjahr Christoph Denoix' Kammerchor Vox Humana, der am 12. Dezember bei der katholischen Studentengemeinde St. Georg, Bachs "Magnificat in D" gestalten wird. (roma)

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