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Kreis Günzburg

07.09.2017

Von Macht und Pracht am Denkmaltag

Unter dem Motto „Macht und Pracht“ steht der diesjährige Tag des offenen Denkmals. In Günzburg kann dabei unter anderem die Reisensburg besichtigt werden. Auch in Ichenhausen, Wettenhausen und Krumbach gibt es Aktionen.
Bild: Ulrich Wagner

In vielen Orten im Landkreis gibt es am Sonntag besondere Angebote, Führungen und Aktionen. Ein ganz neues Denkmal wird dabei auch enthüllt.

„Macht und Pracht“ lautet das Motto des bundesweiten Tages des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 10. September. In ganz Deutschland öffnen 7500 Denkmale ihre Türen, darunter auch einige im Landkreis Günzburg. In der Großen Kreisstadt wird sogar ein neues Denkmal enthüllt.

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Ichenhausen

Im Brauereimuseum Autenried, das im Dachgewölbe des Autenrieder Brauereigasthofes eingerichtet wurde, ist am Sonntag von 11 bis 17 Uhr unter anderem auch der gigantische Eichen-Dachstuhl aus dem 16. Jahrhundert zu sehen.

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Die Ehemalige Synagoge Ichenhausen in der Vorderen Ostergasse 22 öffnet von 13.30 bis 17 Uhr. Zu sehen gibt es die Ton-Bild-Schau es ist Gelegenheit zur Besichtigung der Mikwe, (rituelles Tauchbad).

Das Bayerische Schulmuseum im Unteren Schloss in Ichenhausen zeigt von 10 bis 17 Uhr zeigt die Geschichte des Lehrens und Lernens von den Anfängen menschlicher Unterweisung bis in die Gegenwart. Im historischen Klassenzimmer können Kinder Unterricht wie „zu Omas und Opas Zeiten“ erleben und Erwachsene in der Schulatmosphäre vergangener Tage verweilen. Um 11 Uhr gibt es eine Führung durch das Untere Schloss unter dem Motto „Das Untere Schloss zu Zeiten der Herren vom Stain“ mit Claudia Madel-Böhringer, Archivarin der Stadt Ichenhausen. Der Eintritt ist frei.

Günzburg

Bereits ab 10 Uhr (und bis 17 Uhr) haben Interessierte durchgehend Gelegenheit, Schloss Reisensburg zu besichtigen. Die „Schwäbische Akropolis“ bekam nach dem Dreißigjährigen Krieg ihr heutiges Erscheinungsbild. Bei den um 10 und 15 Uhr stattfindenden Führungen mit Hermann Wutz (90 Minuten) kann man auch den Turm besteigen.

Um 11.30 Uhr beginnt am Pavillon in den städtischen Anlagen eine Matinee der Jagdhornbläser, in deren Verlauf eine nicht alltägliche Zeremonie stattfindet. Die Bildhauerin Petra A. Wende, Kammeltal, hat im Auftrag der Stadt eine Porträtplastik des Anlagengründers Gottlieb von Greyerz geschaffen, die sein Ur-ur-ur-ur-urenkel enthüllen wird.

Bauforscherische Untersuchungen, die in letzter Zeit am Günzburger Schlosskomplex und den angrenzenden Gebäuden durchgeführt wurden, haben weitere interessante Aspekte zur Günzburger Residenz ans Licht gebracht. Um 14 und 15 Uhr führt Bernhard Niethammer durch die Baustelle und erläutert die neusten Befunde; Treffpunkt ist an der Hofkirche.

Am 8. Mai 1735 wurde die Nordhälfte der oberen Stadt samt gotischer Frauenkirche ein Raub der Flammen. Trotz der für die Stadt sehr prekären Situation begann man ein Jahr später mit dem Bau des bis heute bedeutendsten Baudenkmals Günzburgs. Zwischen 15 und 17 Uhr führt Siegfried Ranz nach Bedarf durch die Kirche; sein Thema: „Schlechte Zeiten – neue Pracht“.

Den Abschluss des Programms bildet um 18 Uhr eine Führung mit Orgelklängen zum Thema „Die Günzburger Hofkirche – Macht und Pracht des Katholizismus im Habsburgerreich“. Erzherzog Ferdinand II. von Tirol (1529-1595), der Bauherr, galt als kompromissloser Verfechter der Gegenreformation. Veranstalter sind die Freunde der Hofkirche e.V.

Wie an jedem Tag des offenen Denkmals ist das Heimatmuseum in der Rathausgasse 2 von 14 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Krumbach

Der Heimatverein Krumbach bietet in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde von 14 bis 16 Uhr Führungen in der Apostelkirche in Krumbach an, die sich in der Burgauer Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche Maria Hilf befindet. Macht im herkömmlichen Sinn ging von dieser kleinen Kirche ganz sicher noch nie aus, beim Thema Pracht kann sie sehr wohl punkten. Der Eintritt an diesem Sonntag ist kostenlos, die Führungen finden jede halbe Stunde statt.

Wettenhausen

Im Kloster der Dominikanerinnen in Wettenhausen gibt es eine Vielzahl an Angeboten zum Tag des offenen Denkmals. Astrid Thum und Olaf Ude bieten Führungen zu Macht und Pracht zur Zeit der Augustiner Chorherren an – um 11.30, 13, 14.30, 16.30 Uhr. Schwester Alberta zeigt bei zwei Sonderführungen um 14.30 Uhr den Kaisersaal und um 16 Uhr den Kreuzgang. Architekt Egon Kunz, Bernd Niethammer und Rudolf Amann als Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz starten um 11 Uhr eine Führung. Treffpunkt ist jeweils im Vorraum des Klosters im Erdgeschoss. Führungen durch die Klostermühle mit Müllermeister Johann Schneider beginnen um 11.30, 14.30 und 16.30 Uhr.

Im Verpflegungsbereich – organisiert vom Team des Gesangsvereins Kammeltaler Wettenhausen – gibt es unter dem Motto „Gönnen Sie sich etwas Gutes – und spenden Sie für das Kloster“ Klosterbrot zu kaufen.

Michael Hornung nimmt zwischen 12 Uhr und 15 Uhr die alte Säge des Klosters in Betrieb. Passend dazu stellt sich zwischen 11 und 18 Uhr im Klosterhof die Forstbetriebsgemeinschaft Günzburg-Krumbach vor und bietet Aktivitäten rund um das Thema „Holz“. Für die Jüngsten ist auf dem Spielplatz im Klosterhof mit Spielgeräten und Barfußpfad einiges geboten.

Stoffenried

Die Kreisheimatstube gewährt von 14 bis 17 Uhr Einblicke in fast vergessene regionale Traditionen.

Waldheim

Die Friedenskapelle in Waldheim (Gemeinde Kammeltal), öffnet an diesem Gedenktag von 14 bis 16 Uhr ihr schmiedeeisernes Doppeltor, damit die Besucher die großzügige künstlerische Innenraumgestaltung aus der Nähe bewundern können. Die Rundkapelle liegt auf einem ehemaligen Bombenabwurfgelände mit elf Meter hohen Beobachtungstürmen, von denen einer heute als Glockenturm dient. Mit dem Vorsitzenden des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Behlingen-Ried, Josef Miller, steht auch ein Ansprechpartner zur Verfügung, der Fragen zur Geschichte des Areals und der Entstehung des Mahnmals beantworten wird.

Weitere Informationen unter

www.tag-des-offenen-denkmals.de

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