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Rettenbach

26.11.2019

„Von der Krippe bis zum Kreuz“: Neue Ausstellung in Rettenbach

Im Museum Rettenbach beginnt am Freitag unter dem Titel „Von der Krippe bis zum Kreuz“ eine Sonderausstellung über die Geburt und den Leidensweg Christi mit Exponaten von Willibald Lang (rechts). Daneben: Karl Mayer.
Bild: Peter Wieser

Am Freitag eröffnet im Museum des Ortes eine Krippen- und Passionsausstellung. Was dort geboten wird.

Eine Sonderausstellung in dieser Art ist eher ungewöhnlich. Während die üblichen Krippenausstellungen auf die unterschiedlichste Art und Weise die Geburt Jesu darstellen, ist die Krippen- und Passionsausstellung im Museum Rettenbach anders. Die Ausstellung „Von der Geburt bis zum Kreuz“ erzählt gleichzeitig den Leidensweg Christi. Am Freitag wird sie in Verbindung mit der zehnten Rettenbacher Dorfweihnacht um 17 Uhr eröffnet.

„Viele kennen solche Krippen gar nicht“, sagt Willibald Lang. Alle Exponate stammen aus seiner eigenen Sammlung. Tatsächlich sind Passions-, Fasten-, oder Osterkrippen inzwischen immer mehr in Vergessenheit geraten. Der Hintergedanke sei gewesen, dass es eine solche Ausstellung bei uns in dieser Art noch nicht gegeben habe. Kernstück ist dabei die Kombination einer Weihnachtskrippenlandschaft mit der einer Passionskrippe.

Alle Figuren sind handbemalt

Mit insgesamt fünf Krippen- und elf Passionsdarstellungen zeigt diese 16 verschiedene Stationen gleichzeitig: darunter die Herbergssuche, die Heilige Familie oder die Anbetung der Hirten und Könige zum einen, zum anderen den Einzug Jesu in Jerusalem bis hin zur Kreuzigung und zur Auferstehung. Die knapp hundert Einzelfiguren aus Polyresin sind alle handbemalt und haben eine einheitliche Größe von neun Zentimetern. 2008 habe sich für ihn die Möglichkeit geboten, die Figuren im Ganzen – von der Geburt bis zur Passion – zu erwerben. Dies sei der Auslöser zur Entstehung dieses Unikats gewesen, erzählt Lang weiter.

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Was Weihnachtskrippen betrifft, zeigt die Ausstellung einen Querschnitt aus Raritäten: Papier- und Faltkrippen, Kompaktkrippen unterschiedlichster Art wie auch Figuren aus verschiedensten Materialien von Beginn des vergangenen Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Zu sehen ist ein Triptychon in den Maßen von knapp anderthalb mal drei Metern: Es zeigt Christi Geburt, die Anbetung der Könige und die Ankunft der Hirten. Ähnliches gilt für die Passionsdarstellungen – einzelne Situationen wie die Verurteilung Jesu, die Grablegung, oder die Symbolik der Würfel, mit denen die Soldaten um das Gewand Jesu gespielt haben. Auf einem dreidimensionalen Passionskreuz wird in sieben einzelnen Abschnitten der Leidensweg bildlich beschrieben.

Langs Raritäten sind ein Glücksfall für das Museum

„Normalerweise gibt es solche Darstellungen zusammen in einer Ausstellung nicht“, sagt Karl Mayer vom Rettenbacher Museumsteam. Mit den Raritäten, die Lang regelmäßig dem Museum zur Verfügung stelle, sei er für dieses ein Glücksfall.

Am 29. Dezember hat das Museum ein letztes Mal in diesem Jahr geöffnet. Nächste Termine sind der 5. und der 26. Januar 2020. Besichtigt werden kann die Sonderausstellung, die am 13. April 2020, dem Ostermontag, endet, auch außerhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung unter Telefon 08224/1271 oder 08224/1229.

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