Newsticker
Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Vorwärts in die Vergangenheit beim Historischen Fest

Burgau

03.06.2017

Vorwärts in die Vergangenheit beim Historischen Fest

Alle vier Jahre patrouillieren die Stadtsoldaten durch die Markgrafenstadt. Wehe dem, der sich mit ihnen anlegt: Sie haben Schandgeige, Pranger und Gefangenenwagen. Hier ziehen sie die Kanone den Schlossberg hinauf.
Foto: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Für die sechste Auflage setzen die Organisatoren auf Altbewährtes, kündigen aber auch Neues an. Es wird viel geboten sein.

Das Historische Fest in Burgau geht in eine neue Runde – mit Festeinzug, Gauklern, Musikgruppen und vielem mehr, was sich bei den vorherigen Festen bewährt hat. Aber auch Neues erwartet die Besucher, wenn vom 20. bis 24. Juli wieder die Stadtsoldaten für Recht und Ordnung sorgen.

Kaum war das Fest 2013 vorüber, hatte sich Bürgermeister Konrad Barm bereits die Fortsetzung gewünscht – vorausgesetzt, die Vereine machen mit. Sein Wunsch hat sich erfüllt: Circa 2000 Helfer packen heuer wieder mit an. „Wichtig ist, dass sich alle engagieren“, erklärt Detlef Caliebe, Stadtrat und Vorsitzender des Organisationskomitees. „Davon lebt das Fest“ – das Fest, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist und eine „enorme Außenwirkung“ hat, wie Caliebe sagt. „Das ist ein Stadtmarketing, das strahlt“, pflichtet ihm Kulturamtsleiter Stefan Siemons bei.

Die Zahlen geben ihnen recht: Mehr als 270 Händler, Musikgruppen und Wirte hatten sich laut Siemons für 2017 beworben. „Wir hatten so viele Bewerber wie noch nie“, sagt er. Eine Zusage erhielten letztlich 150. Etwa 30 Bewirtungsstände und 20 Musikgruppen, darunter Kleingruppen und Straßenkünstler, wird es geben. Zwischen 15000 und 20000 Besucher erwarten die Organisatoren an jedem der fünf Tage.

Ein Fackelumzug am Montagabend

Erstmals wird es auch einen Fackelumzug am Montagabend geben. Dutzende Fackeln warten auf alle Mitwirkenden, die mitlaufen wollen. Gegen 22 Uhr soll der Fackelumzug beginnen, sagt Caliebe, „mit der Dämmerung, damit man die Fackeln schön sieht“. Siemons erwartet ein stimmungsvolles Bild für diesen letzten Fest-Abend.

Einen Höhepunkt verspricht der Samstagabend: Die Mittelalter-Rock-Band Ignis Fatuu aus Nürnberg wird auf dem Kirchplatz auftreten. Ende vergangenen Jahres hat die Gruppe ihr neues Album veröffentlicht. „Wir haben lange und mit viel Mühe gesucht, bis wir eine passende Band gefunden haben“, sagt Caliebe. Bis zwei Uhr nachts darf gefeiert werden. Jeden Abend. Die Stände sind bis 23 Uhr geöffnet.

„Von den Preisen her sind wir sehr human“, sagt Caliebe. „Fast schon lächerlich günstig“ nennt es Siemons im Vergleich zu anderen Festen und Freizeitparks. Sechs Euro für alle fünf Tage zahlen die Besucher in Burgau. Drei Euro kostet das Radler, nicht-alkoholische Getränke 2,50 Euro. Man wolle sich bewusst abheben, erklärt Caliebe, und darauf achten, dass Familien nicht so viel zahlen. Kinder bis 16 kosten nichts. Stadtrat und Organisationskomitee haben sich das Fest laut Siemons sehr familienfreundlich gewünscht. Zum ersten Mal habe man heuer auch Wickeltische ausgewiesen.

Erstmals sind Greifvögel dabei

Ein Blickfang dürften die Greifvögel werden, die erstmals beim Historischen Fest bestaunt werden können. „Herr Menter vom Greifvogelpark Konzenberg kriegt einen Platz im Schlosshof und wird mit seinen Vögeln über das Festgelände laufen“, sagt Siemons.

Mit einem eigenen Stand sind auch wieder die Partnergemeinden aus Knöringen in der Pfalz und Burgau/Steiermark vertreten. Gleich drei Busse schicken die Steirer, inklusive Gesangsverein und Musikkapelle. Zum ersten Mal ist Burgau aus Jena dabei. Die Stadt ist bekannt für ihr Porzellan, dazu wird es auch Vorträge geben. Die neue Patenkompanie Burgaus, die 6. Kompanie des Sanitätsregiments aus Dornstadt bei Ulm, wird eine Gulaschkanone auffahren.

Das eigens fürs Fest gebraute Bier kommt wie 2013 von der Schlossbrauerei Autenried. „Die Zusammenarbeit funktioniert phänomenal“, lobt Siemons. „So viel ist sicher: Keiner wird verdursten oder verhungern.“

Und auch die Sicherheit der Besucher soll gewährleistet sein. „Das Budget dafür haben wir deutlich erhöht“, sagt Siemons. Man habe sich intensiv auf das Fest vorbereitet und hoffe auf einen friedlichen Verlauf und gutes Wetter.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren