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Landkreis Günzburg

14.06.2019

Wahl 2020: Was sagen die drei noch unentschlossenen Bürgermeister?

Für viele Bürger Anlaufstelle, für manchen auch Arbeitsplatz: In den Rathäusern im Landkreis Günzburg sitzen 31 Bürgermeister und drei Bürgermeisterinnen. In einigen Monaten steht ein großer Wechsel bevor: Bereits 16 Gemeindechefs haben sich festgelegt, nicht mehr anzutreten.
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Für viele Bürger Anlaufstelle, für manchen auch Arbeitsplatz: In den Rathäusern im Landkreis Günzburg sitzen 31 Bürgermeister und drei Bürgermeisterinnen. In einigen Monaten steht ein großer Wechsel bevor: Bereits 16 Gemeindechefs haben sich festgelegt, nicht mehr anzutreten.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der große Umbruch ist jetzt schon sicher: 16 der insgesamt 34 Rathauschefs im Landkreis Günzburg kandidieren für 2020 nicht mehr. Es könnten noch mehr werden.

Justus Jonas, Peter Andrews und Bob Shaw heißen die drei Detektive in der Jugendbuch-Serie „Die drei ???“. Das aus einem Denksportklub hervorgegangene Junior-Detektivteam ist in der fiktiven kalifornischen Küstenstadt Rocky Beach beheimatet. Ihre Abenteuer verfolgt ein Millionenpublikum.

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Nicht an Kaliforniens Küste gelegen, aber real

Auch in drei Orten im Landkreis Günzburg – allesamt leider nicht an der Küste gelegen, aber dafür absolut real – gibt es derzeit noch keine Antwort auf drei politische Fragezeichen, die mit den Namen Matthias Kiermasz (Kammeltal), Sven Tull (Landensberg) und Alois Kling (Aichen) verbunden sind. Es sind die drei von insgesamt 34 Bürgermeistern im Landkreis Günzburg, die sich noch nicht dazu geäußert haben, ob sie in ihrer Gemeinde 2020 erneut zur Wahl stehen oder nicht.

Robert Hartinger (Münsterhausen) hatte sich vor gut einem Monat, als unsere Zeitung einen umfassenden Überblick bot, noch nicht entschieden gehabt. Zwischenzeitlich aber ist klar, dass er kürzertreten will. Der 60-Jährige ist hauptberuflich in der Versicherungsbranche tätig und ehrenamtlicher Bürgermeister einer 2000-Einwohner-Gemeinde. Diese Doppelbelastung engt Hartinger offenbar zu sehr ein. Freizeit wird da zum Fremdwort. Ein Umstand, den er nicht mehr bereit ist, so hinzunehmen.

Wahl 2020: Was sagen die drei noch unentschlossenen Bürgermeister?

Sven Tull will sich im Juli äußern

Wie aber steht es mit den drei Fragezeichen? Sven Tull wollte sich eigentlich Mitte Mai dazu äußern, ob er 2020 nach zwölf Jahren Bürgermeistertätigkeit noch eine dritte Amtszeit dranhängen möchte. Doch wichtige Projekte in der Gemeinde und die damit zusammenhängenden Finanzierungsfragen hätten die persönliche Planung zunächst in den Hintergrund gedrängt. Im Juli aber soll es soweit sein. Dann will der 64-Jährige während einer Sitzung die Gemeinderäte informieren, ob er als Kandidat nochmals zur Verfügung steht oder eben nicht.

Keiner der Rathauschefs im Landkreis steht bereits im achten Lebensjahrzehnt – bis auf einen: Alois Kling aus Aichen. Der feiert im Oktober seinen 74. Geburtstag und gehört auch zu den vier dienstältesten Bürgermeistern.

Alois Kling lässt Anfang August die Katze aus dem Sack

Kling hat die Verantwortung im Rathaus im Jahr 1996 übernommen. Dazu zählen auch Georg Holzinger (Haldenwang) und Norbert Weiß (Deisenhausen). Herbert Kubicek (Ebershausen) ist sogar bereits seit der deutschen Wiedervereinigung im Amt. 2020 werden es dann 30 Jahre sein. Aber im Gegensatz zu Kling ist für die übrigen drei „Langgedienten“ mit Sicherheit nach dieser Wahlperiode – eine erstreckt sich über sechs Jahre – Schluss. Kling fühlt sich gesundheitlich wohl. Und sein Ehrenamt macht ihm nach wie vor Freude. Von jung an sei es so gewesen, sagt der Nestor unter den Landkreisbürgermeistern, und jetzt ist es auch noch so: „Ich bin einer, der im Dorf immer dabei ist.“ Anfang August möchte der frühere Landwirt und Steuersachbearbeiter für sich und die anderen Klarheit haben, ob es weitergeht. Da spiele vieles mit, auch Beratungen in der Familie. In Aichen laufe es jedenfalls „ganz gut“, bilanziert Kling, Jahrgang 1945.

Matthias Kiermasz möchte erst im Herbst etwas sagen

Das jüngste der drei Bürgermeister-Fragezeichen ist Matthias Kiermasz, der seit fünf Jahren im Rathaus-Chefsessel der Gemeinde Kammeltal Platz nimmt. Wiederholte Nachfragen am Telefon zu seiner politischen Zukunft scheinen dem 47-Jährigen ein wenig lästig zu sein. „Ich habe bereits gesagt, dass ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern will.“ Und er spricht von einem „großen Maß an Gelassenheit“, das er bis zu einer Entscheidung im Herbst haben werde. Eine Nominierung stehe ohnehin erst im November an. Gemeinsam mit seinen Unterstützern wolle er dann etwas sagen. Kiermasz hält es für fair, nicht vorzupreschen und etwas zu verkünden. Er befinde sich derzeit in Gesprächen, sagt er, ohne sich in die Karten blicken zu lassen. Außerdem steht Sachpolitik für ihn im Vordergrund. Das, was in der Gemeinde ansteht, „reicht für drei Legislaturperioden“.

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