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Hilfsprojekt

05.02.2015

Warten auf die Beratung

In Burgau soll ein Familienstützpunkt eingerichtet werden. Doch das scheitert erst einmal an ungeklärten rechtlichen Fragen

Er soll eine Anlaufstelle für Fragen rund um die Familie sein, gerade Eltern kleiner Kinder eine Beratung bieten und auch in Burgau eingerichtet werden: ein Familienstützpunkt. Ende vergangenen Jahres hatte der Stadtrat trotz Bedenken beschlossen, sich am Projekt zu beteiligen – sieben Ratsmitglieder votierten dagegen (wir berichteten). Doch jetzt musste die Koordinatorin im Landratsamt, Hildegard Brunhuber, der Stadt sagen: So wie geplant lässt sich das nicht umsetzen.

Eigentlich sollte die Stelle einer Fachkraft für Jugendsozialarbeit an der Grundschule aufgestockt werden, um mit ihr eine Ansprechpartnerin nahe an den jungen Familien zu haben, die auch den Kontakt zu den Kindergärten pflegt. Das zuständige Landesministerium schreibe aber vor, dass eine solche Fachkraft außer Tätigkeiten in der offenen Ganztagsschule dort keine anderen Aufgaben übernehmen dürfe, sagte Brunhuber im Hauptausschuss. Entweder müsste für sie also ein Büro außerhalb der Schule eingerichtet oder eine zusätzliche Stelle für eine andere Person geschaffen werden. Als möglicher Standort erscheint Brunhuber das ehemalige Bankgebäude am Gerichtsweg geeignet, weil es inzwischen der Stadt gehört, genug Platz für Beratungs- und Büroräume biete und im Zentrum liegt. So hätten auch Eltern aus den Kindergärten keinen allzu weiten Weg zur Beratungsstelle.

Ralf Stambusch (CWG) gab aber zu bedenken, dass dieses Gebäude dann nicht mehr anderweitig genutzt werden könne. Auch sei der Standort nicht einmal in der Nähe eines der Kindergärten, wozu aber ein besonders enger Kontakt gepflegt werden sollte. „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Leute einfach dorthin gehen, da ist die Hemmschwelle doch zu groß“, sagte Stambusch. Auch Dieter Kircher (SPD) hatte Bedenken und sah keinen Grund, warum überhaupt jemand zum Familienstützpunkt gehen soll: „Es gibt doch schon genug Anlaufstellen, das hier aber ist doch alles Augenwischerei.“ Hildegard Brunhuber hingegen betonte, dass es zwar viele Angebote gebe, viele Eltern diese aber nicht kennen würden und gerade bei einer neutralen Beratungsstelle die Hemmschwelle niedrig sei, sich Hilfe zu holen.

Die Stadt will nun selbst beim Land klären, ob es wirklich nicht möglich ist, eine vorhandene Stelle aufzustocken. Außerdem kündigte Bürgermeister Konrad Barm an, dass mögliche zusätzliche Kosten geprüft würden – und ob der Träger, den die Stadt favorisiere, überhaupt noch eine weitere freie Fachkraft habe. Anschließend soll das Thema in einer der nächsten Sitzungen erneut behandelt werden.

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