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Runder Tisch

04.06.2019

Was Vereine für die Umwelt tun wollen

Die Stimmung war gut beim Frühjahrstreffen der Günzburger Vereine im Vereinsheim des FCG.
Bild: Julia Ehrlich/Stadt Günzburg

Bei dem Treffen in Günzburg ging es nicht nur um anstehende Termine, sondern auch um Müllvermeidung

Mehr als 70 Vereinsvertreter folgten der Einladung der Stadtverwaltung Günzburg zum Runden Tisch der Vereine. Im Vereinsheim des FC Günzburg besprachen sie die anstehenden Termine wie das Guntia- und Volksfest sowie aktuelle Themen wie die Müllvermeidung bei Veranstaltungen. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig lobte die Vereinsarbeit in der Stadt: „Es ist nicht aufzuwiegen, was Sie Woche für Woche leisten.“

Gute Nachrichten brachte Georgine Fäßler, die Organisatorin der städtischen Feste, zum Volksfest 2019 mit: „Unser Eröffnungsumzug am 9. August kann wie gewohnt stattfinden.“ Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn Bauarbeiten an der Bahnunterführung zum Auweg für Anfang August angekündigt.

Den größten Part des Abends hatte die Umweltfachkraft der Stadt, Christine Hengeler. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Gerhard Jauernig übergab sie symbolisch das neu ausgestattete Spülmobil wieder an die Vereine. Verwaltet wird es weiterhin vom Schützenverein Deffingen. Christine Hengeler stellte den Vereinsvertretern zudem die Aktion „Hab’s dabei. #GZplastikfrei“ vor. In den nächsten Wochen sollen Geschäfte mit dem Aufkleber ‚Hab’s dabei‘ darauf aufmerksam machen, dass die mitgebrachten Becher dort mit Heißgetränken befüllt werden können. Bisher sei das nur sehr vereinzelt möglich. Die umweltschädlichen To-go-Becher sollen dann in Günzburg keinen Platz mehr haben. Hierfür kann man bei der Tourist-Information einen Porzellan- oder Thermobecher erwerben. Selbstverständlich funktioniert das Befüllen auch mit jedem anderen sauberen Mehrwegbecher. Die Günzburger Cafés, die Heißgetränke zum Mitnehmen verkaufen, wurden angeschrieben und zum Mitmachen eingeladen. Die Resonanz sei sehr positiv, berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung: Zum Start sind bereits elf Betriebe dabei. Ein Aufkleber sowie weiteres Informationsmaterial wird sie demnächst auszeichnen.

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Doch mit den Bechern soll es nicht getan sein. Ziel sei es, dass auch andere Lebensmittel, wie Wurst, in mitgebrachten Behältnissen gekauft werden können. „Sie bringen Ihre Dose mit und stellen diese auf ein Tablett, welches sich vor der Theke befindet. Die Verkäuferin füllt dort Ihre Waren ein, verschlossen wird die Dose wieder von Ihnen selbst“, erklärt Christine Hengeler das gesetzlich erlaubte Verfahren.

In der anschließenden Diskussion ging es einigen Vereinsvertretern um den Getränkeausschank in der Rebayhalle. Aus Sicherheitsgründen sind dort Gläser verboten. Die Vereine möchten aber gerne auf die derzeit verwendeten Einweg-Plastikbecher verzichten. Oberbürgermeister Jauernig freute sich über das Engagement: „Sie reden nicht nur von Nachhaltigkeit, Sie wollen sie auch umsetzen.“ Zusammen mit Sportreferentin Martina Haltmayer versprach er, die Anschaffung einer Industriespülmaschine und spülmaschinengeeigneter Mehrwegbecher zu prüfen. Diese sollen dann allen Veranstaltern in der Sporthalle zur Verfügung stehen.

Den ersten Günzburger Fotokalender 2020 stellte Julia Ehrlich, Pressesprecherin der Stadt, vor. Bis zum 15. September sind Bürger eingeladen, Bilder mit für sie besonderen oder typischen Günzburg-Motiven einzureichen. Zusätzlich dürfen Vereine und Vereinigungen bis zum 1. September ihre öffentlichen Termine angeben, die dann abgedruckt werden. Außerdem wies Julia Ehrlich auf das neue Vereinsregister auf der städtischen Webseite hin. Dieses musste im letzten Jahr gelöscht werden, da es nicht DSGVO-konform war. „Inzwischen haben wir ein passendes Formular, allerdings müssen Sie sich alle neu eintragen. Wir durften die alten Adressen nicht behalten. Ich lade Sie aber ein, diese kostenlose Präsentationsfläche zu nutzen. Außerdem geben Sie den Bürgern so die Chance, ein gesammeltes Werk aller Günzburger Vereine vorzufinden“, so die Pressesprecherin. Für die Vereine soll zusätzlich ein Email-Verteiler entstehen, der es möglich macht, im Verlauf des Jahres einfacher miteinander zu kommunizieren und nicht nur zu den zwei Treffen im Jahr.

Kulturamtsleiterin Karin Scheuermann verteilte die Flyer zum diesjährigen Kultursommer und stellte die neuen Projekte vor. Am 20. Juli wartet der nächste Höhepunkt: Am Abend heißt es „Günzburg tanzt“ auf dem Marktplatz. Im Herbst wird es zudem einen Workshoptag für die Vereine geben. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig schloss den Abend, der mit einem gemütlichen bayerischen Fest ausklang. Das gewachsene Wir-Gefühl in der Stadt, die gegenseitige Hilfestellung und Abstimmung mache ihn stolz. „‚Vereint. In Günzburg‘ soll unser Programm auch in den nächsten Jahren sein“, sagte Jauernig. (zg)

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