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04.03.2009

Was habt ihr gefrühstückt?

Günzburg Es ist 9.55 Uhr. Lautes Klingeln im Günzburger Dossenberger Gymnasium. Pünktlich zum Pausenbeginn eilen die meisten Schüler in die Mensa oder in die Cafeteria. Haben sie da erst mal einen Platz ergattert, wird das Pausenbrot ausgepackt. Glaubt man zumindest. Steht das gute alte Wurstbrot überhaupt noch auf dem Speiseplan? Greifen die Jungs und Mädchen nicht lieber auf die in der Schule angebotenen Snacks zurück?

Der zehnjährige Philipp tut das nicht. Er geht in die fünfte Klasse und freut sich in diesem Moment auf sein Pausenbrot. Das macht ihm seine Mama jeden Morgen. Eingepackt wird neben zwei Broten noch Obst und manchmal auch ein Schokoriegel. Die Pausensnacks seien ihm einfach zu teuer, sagt er. Aber nicht nur deshalb findet Philipp es super, dass Mama ihm Brote einpackt. "Es ist vor allem viel gesünder", weiß er.

So sehen es offenbar auch viele andere Schüler. Trotz verlockender Angebote steht das selbst gemachte Pausenbrot an diesem Tag bei vielen hoch im Kurs. Überall werden Brotdosen ausgepackt, sieht man Schüler mit Obst in der Hand. Aus dem Schulalltag ist die mitgebrachte Mahlzeit nicht wegzudenken.

Der zehnjährige Korhan bestätigt das. Immer hat er sein eigenes Brot dabei. Manchmal bereitet er es sich sogar selber zu, wenn morgens mal wenig Zeit ist. Dann achtet der Fünftklässler darauf, dass stets auch etwas Obst dabei ist.

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Aber es gibt auch andere Meinungen. Die drei 17-jährigen Mädchen, die ihre Pause gerade zusammen genießen, haben alle ihre eigenen Vorstellungen vom Vesper. Während Theresa ihr Pausenbrot noch daheim fertig macht und mitnimmt, gehen Christine und Michaela gerne mal in die Mensa zum Essen. Morgens fehle ihnen einfach die Zeit dazu, sich selbst ein Brot zu schmieren, erzählen sie. Auf die Frage, ob die beiden darauf achten, dass sie in der Mensa etwas Gesundes essen, kommt die Antwort schnell: Nein, daran denken sie eher selten. "Hauptsache, es macht satt", gibt Christine zu.

In der Mensa zu essen ist auch eine Frage der Kosten. Das hat der 15-jährige Armin schon gemerkt. Er kauft sich jeden Tag etwas in der Cafeteria oder Mensa. Meistens Pizza. Und wenn das Geld reicht, gibt es dazu noch einen Kaffee. Das Stück Pizza kostet in der Cafeteria zwei Euro. Etwas zu teuer, findet Armin. Doch auch er sagt, ihm sei die Zeit einfach zu knapp am Morgen, um sich noch ein Pausenbrot einzupacken.

Vor allem der Preis für das Essen und die Zeit am Morgen entscheiden also darüber, was in der Schule den Hunger vertreibt. Dabei legen Viele Wert auf ein gesundes Frühstück. Macht auch wenig Mühe, sich morgens einen Apfel oder eine Banane zu greifen. Das Obst ist schließlich schon angerichtet und findet schnell einen Platz in der Schultasche.

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