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Kreis Günzburg  

30.12.2017

Was ist mit Esel Pepes Peiniger?

Eine tierische Gemeinschaft, die so nicht mehr existiert: Der sieben Jahre alte Esel Pepe wurde auf seiner Weide zwischen den Neuburger Ortsteilen Edelstetten und Langenhaslach erschossen.
Bild: Markus Negele

5200 Euro Belohnung gibt es für den entscheidenden Tipp auf den Täter. Doch die Polizei konnte bislang nicht denjenigen ermitteln, der das Tier auf einer Weide erschossen hat.  

Zu Weihnachten hat Markus Negele von seiner Mutter einen Kalender geschenkt bekommen – ausschließlich mit Eselsmotiven. Über das Geschenk hat er sich gefreut, wenngleich er viel lieber auf den Kalender verzichtet hätte, wenn nur sein eigener Esel Pepe noch leben würde. Doch Pepe ist nicht mehr. Das zutrauliche Tier wurde auf einer umzäunten Weide nahe Edelstetten (Gemeinde Neuburg an der Kammel) in der Nacht vom 30. auf 31. Oktober erschossen – mit einer kleinkalibrigen Waffe und aus nächster Nähe. Besitzer Negele fand den Esel am nächsten Morgen in einer Blutlache. Von dem Täter fehlt auch zwei Monate danach jede Spur.

Eine große Enttäuschung, dass die Polizei bei ihrer Arbeit bislang nicht erfolgreich gewesen ist, hat sich bei Negele deshalb nicht breit gemacht, „weil ich von Anfang an davon ausgegangen bin, dass es recht unwahrscheinlich sein wird, den Täter zu finden. Es ist halt schwer ohne konkreten Anhaltspunkt.“ Und den gab es bislang offenbar nicht, obwohl durch die Berichterstattung in unserer Zeitung und in dem TV-Magazin „Quer“ im Bayerischen Fernsehen Tierfreunde aus der ganzen Republik auf den Fall aufmerksam geworden sind.

Das Unverständnis über den Tierfrevel war und ist groß. Das zeigt sich auch an der Belohnung, die ausgesetzt worden ist für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen: In unserer Redaktion haben sich 24 Personen gemeldet, aus Günzburg und Hamburg, aus Edelstetten und Berlin. Die ausgelobte Summe beläuft sich auf insgesamt 5200 Euro. „Diese schreckliche Geschichte ist natürlich immer mal wieder da“, sagte Negele am Freitagabend im Gespräch. Er hat sich inzwischen aber dazu entschlossen, wieder einen Esel anzuschaffen. „Nicht 2018, weil das noch alles zu frisch für mich ist. Aber im übernächsten Jahr.“ Der 43-Jährige mag diese Tiere sehr, „deshalb lasse ich mir das auf Dauer nicht nehmen“. Am besten wäre es, wenn er einen Grund in der Nähe seines Hauses pachten könnte. „Ich möchte das Tier jedenfalls nicht allein lassen.“

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