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Fußball-Landesliga

28.07.2019

Was nun, SC Ichenhausen?

Es läuft nicht beim Fußball-Landesligisten SC Ichenhausen. Zweimal in Folge blieben Torwart Liridon Rrecaj (unser Bild) und seine Mannschaft ohne eigenen Torerfolg, zweimal in Folge gingen die Punkte an den Gegner.
Bild: Ernst Mayer

Der SC Ichenhausen bleibt auch in Olching ohne Tor und ohne Punkt. Die Mannschaft kann der großen Erwartungshaltung momentan nicht entsprechen. Spartenchef Henning Tatje mahnt zur Ruhe.

Der gute Saisonstart ist perdu, der SC Ichenhausen muss seine Position in der Fußball-Landesliga Südwest zumindest fürs Erste neu definieren. Beim zuvor noch sieglosen SC Olching handelte sich das Team von Trainer Oliver Unsöld an diesem Sonntag eine 0:1-Niederlage ein. Zum zweiten Mal in Folge blieb die Mannschaft ohne Tor und ohne Punkt – und das, obwohl sie sich in der ersten Halbzeit ein Chancen-Plus erspielt und in der Schlussphase mehr als 20 Minuten lang in Überzahl agiert hatte. Nicht einmal Trostpflaster-Qualität hatte deshalb das Eingeständnis des Olchinger Sportdirektors Reinhold Miefanger, seine Mannschaft hätte „ein Dusel-Tor gemacht und danach ist alles für uns gelaufen.“

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Drei Top-Gelegenheiten vergeben

SCI-Trainer Oliver Unsöld nahm nach der Derby-Niederlage vier Änderungen in der Startformation vor. Ein Bruch im Ichenhauser Spiel war aber nicht zu spüren. Auch das Selbstbewusstsein der Königsblauen hatte offenbar nicht gelitten. Drei richtig gute Gelegenheiten erarbeiteten sie sich im ersten Durchgang. Alle drei vergaben sie. Zunächst machte sich Denis Nickel allein auf den Weg, schloss sein Solo auch vernünftig ab und überwand Torwart Stefan Held, doch in allerletzter Sekunde warf sich Nicolas Felser in die Flugbahn des Balles und klärte haarscharf vor der Linie (30.). Dann setzte Yannick Maurer den wiedergenesenen Marco Schlittmeier gut in Szene, aber dessen Schuss aus 20 Metern klärte Held zur Ecke. Die brachte direkt die nächste Großchance: Maurer bediente Benjamin Sturm, der auch frei zum Kopfball kam, aber knapp verzog (42.). Der diesmal als Kapitän aufgebotene Sturm sagte unmittelbar nach der Begegnung frustriert: „Wenn du vorne diese einfachen Dinger nicht machst, holst du keine Punkte.“

Erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Fabian Härle machte sich der SC Olching offensiv bemerkbar. Der bullige Özkan Kochan hielt aus dem Mittelfeld heraus Kurs Richtung Strafraum und zog aus 19 Metern ab, der Ball zischte aber um Zentimeter am Gehäuse von Liridon Rrecaj vorbei.

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Gastgeber erzielen ein Dusel-Tor

Für Olching bedeutete diese Szene einen Mutmacher und wenige Minuten nach Wiederbeginn erzielten die Gastgeber, freilich mit ganz viel Glück, den Führungstreffer. Andreas Gries wollte in die Mitte flanken, der Ball wurde abgefälscht und senkte sich hinter dem verdutzten Rrecaj ins Netz (51.). Kurz danach verzeichneten die Oberbayern gegen minutenlang geschockte Gäste noch einen Lattentreffer (62.).

Die Ichenhauser waren nach Angaben ihres Abteilungsleiters Henning Tatje „in der zweiten Halbzeit nicht mehr gut genug, um hier zu punkten“. Mehr als ein offensives Strohfeuerchen boten die Königsblauen selbst in Überzahl (Ritvan Maloku hatte gelb-rot gesehen) nicht mehr an, auch der in die Sturmmitte beorderte Stefan Strohhofer blieb wirkungslos.

Tatje: "Erst mal die Klasse halten"

Die Enttäuschung aufseiten der Ichenhauser war nach Spielende spürbar. Tatje entsorgte missmutig einen seiner geliebten Drops, weil der „auf die saure Seite gefallen“ war. Als Abteilungsleiter betonte er noch vor der regenreichen Rückfahrt, man sollte nun „erst mal gucken, dass wir die Klasse halten. Dazu sind auf dem Platz die Führungsspieler gefragt und wir anderen müssen von außen realistisch bleiben“.

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