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Kreis Günzburg

10.11.2017

Was tun mit den Sporthallengebühren?

Die Dreifach-Sporthalle in Thannhausen nutzen außerhalb des Sportunterrichts auch zahlreiche Vereine. Die sollten aus Sicht der Kreisverwaltung künftig ein deutlich höheres Nutzungsentgelt bezahlen. Nach heftigem Widerstand aus der Politik wurde das Thema erst einmal vertagt.
Bild: Peter Wieser

Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss möchte vermeiden, dass höhere Nutzungsentgelte für kreiseigene Einrichtungen an den Vereinen hängen bleiben.

Der Kreisausschuss hat am Montag die Entscheidung über die Entgelte für die außerschulische Nutzung seiner Hallen vertagt (wir berichteten). In einem Gutachten hatte der Bayerische Kommunale Prüfungsverband Mindestnutzungsentgelte ermittelt und empfohlen. Der Vorschlag der Kreisverwaltung lautete: 14 Euro je Stunde und Hallenteil für die Nutzung landkreiseigener Hallen. Auch im Schul-, Kultur- und Sportausschuss stand dieses Thema auf der Tagesordnung. Tatsache jedoch ist: Der Landkreis sei nicht für die allgemeine Sportförderung zuständig, wie Landrat Hubert Hafner betonte. Dennoch seien in den vergangenen zehn Jahren die Vereine nicht unerheblich unterstützt worden. Man wolle es gerecht gestalten, doch müsse man auch sehen, was rechtlich richtig wäre.

Auf welche Weise sollen die variablen Kosten letztendlich nun berechnet werden? Kreisrat Maximilian Deisenhofer (Grüne) sprach von einem Aufschrei, würde man die Ehrenamtlichen zusätzlich belasten. Und SPD-Fraktionschef Gerd Olbrich warnte erneut davor, wegen 50000 Euro „ein Fass aufzumachen. Es darf am Ende nicht bei den Vereinen hängen bleiben. Wichtig ist, dass man der Bevölkerung Sport bietet“, fügte Simone Riemenschneider-Blatter (SPD) hinzu.

Zunächst soll versucht werden, dort, wo sich landkreiseigene Hallen befinden, in Gesprächen mit den Bürgermeistern eine Lösung zu finden. Darin soll es darum gehen, wie das Geld über die Kommunen in Verbindung mit der Kreisumlage an die Vereine zurückfließen könnte. Eine endgültige Entscheidung soll im Januar im Kreisausschuss gefällt werden.

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Der Landkreis muss sich an den Kosten beteiligen

Im kommenden Jahr wird mit der Sanierung der Dreifachsporthalle des Schulverbands Thannhausen begonnen. Da diese zu einem erheblichen Anteil von der Christoph-von-Schmid Realschule Thannhausen genutzt wird, muss sich auch der Landkreis an den Kosten beteiligen. Von den ermittelten Kosten in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro hat die Regierung von Schwaben rund 3,8 Millionen Euro als förderfähig anerkannt. Bestimmte Positionen, die von einer staatlichen Förderung nicht erfasst sind, wird der Landkreis aus Gründen der Zweckmäßigkeit oder weil diese auch in landkreiseigenen Hallen Standards sind, mitfinanzieren. Darunter fallen unter anderem die zweckmäßige Ausstattung der Umkleiden, aber auch eine Sicherheitsbeleuchtung. Anders sieht es beiden anteiligen Kosten für die für 200 Personen dimensionierte Lüftungsanlage aus – diese gehe über den schulischen Bedarf hinaus, wie auch bei den Zuschauertribünen. „Tribünen sind kein Schulsportbedarf“, so Kreiskämmerer Gernot Korz. Kreisrat Robert Hartinger hatte eine andere Meinung: Gerade bei schulischen Veranstaltungen seien auch die Tribünen sehr wichtig. In der vorläufigen Zweckvereinbarung sollen die noch offenen Punkte zunächst noch abgeklärt werden.

Bei den noch zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln zur Förderung der Denkmalpflege in Höhe von 10 000 Euro werden für die Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Ried und für die Außen- und Dachinstandsetzung der Pfarrkirche St. Georg in Kemnat Zuschüsse in Höhe von 7000 und 3000 Euro bereitgestellt. Weiter wurde den vom Musikbeirat empfohlenen Zuschussbeträgen für die Veranstaltungen des Musikalischen Frühlings 2017 in Höhe von insgesamt 16300 Euro zugestimmt.

Der Bayerische Landessportverband (BLSV) hat im Sportkreis Günzburg neue Delegierte und Ersatzdelegierte gewählt. Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss empfiehlt dem Kreistag die BLSV-Funktionäre für dem Sportbeirat. Als ständige Vertreter sind dies: Fritz Birkner, Roswitha Fischer, Günther Brenner, Alois Brandner, Manfred Skibbe und Martin Poppel. Ständiger Vertreter im Schützengau Günzburg ist kraft Amtes in seiner Funktion als Gauschützenmeister künftig Siegfried Gallus.

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