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Gemeinderat

20.07.2019

Was wird aus der Kreisstraße GZ5?

Straßen und Schilder werfen in Kötz viele Fragen auf

Die Tagesordnung war mit 13 Punkten lang, die öffentliche Sitzung am Dienstag dauerte zwei Stunden. Der Kötzer Gemeinderat hatte eine bunte Palette von Themen zu bearbeiten.

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Die Verlegung der Kreisstraße GZ5 auf die Industriestraße in Kleinkötz sei keineswegs verzichtbar, sagte Walter auf die Anfrage von Gemeinderat Michael Seitz. Seitz spielte mit seiner Frage auf eine Kreisausschusssitzung an, in der der neue Chef des Staatlichen Bauamts, Wilhelm Weirather, von einer „sehr verhaltenen“ Akzeptanz für dieses Vorhaben gesprochen hat.

Weirather hatte in der Sitzung vor etwa drei Wochen von ernst zu nehmenden Einwänden gesprochen. Dabei ging es auch um Grundstücke der Firma Alko, die man für die Neutrassierung brauche. Im Raum stand, dass dies die weitere Entwicklung von Alko einschränke. In der Gemeinderatssitzung versicherte der Kötzer Bürgermeister aber, dass Alko für die Verlegung der Kreisstraße GZ5 auf die Industriestraße sei und es „keine generelle Gegnerschaft“ der Firmen gebe. In der Hoffnung, Einigkeit zu erzielen, werde man noch einmal mit den Anliegern sprechen.

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Im Mai hatte der Bauausschuss beschlossen, dass an der Kleinkötzer Raiffeisenstraße auf Höhe der Hausnummern 4a und 4b ein Halteverbot angeordnet werden soll. Gemeinderat Markus Zacher erkundigte sich, wann dieser Beschluss umgesetzt wird. Sobald der Bauhof dazu komme, werde die Sperrfläche auf der Straße markiert, sagte Bürgermeister Ernst Walter. Man habe im Übrigen schon Beschwerden über diese Regelung bekommen, werde aber am Beschluss des Bauausschusses festhalten.

Den desolaten Zustand von Hinweisschildern auf Gewerbebetriebe, beispielsweise auf der Verkehrsinsel an der B16 in Kleinkötz, beklagte Michael Seitz. Bürgermeister Walter versprach Abhilfe.

Wiederholte Kritik an den Baumaßnahmen für die Verlegung von Glasfaserkabel-Hausanschlüssen kam von Gemeinderat Norbert Ritter. Vor allem über eine Baustelle an der Einmündung Frühlingsstraße/An der Ziegelei ärgert er sich, weil diese seit acht Wochen die Durchfahrt stark behindere. „Die reißen überall bloß auf und machen nichts mehr zu“, kritisierte Ritter. Bürgermeister Walter versicherte, dass man alle Beschwerden weitergebe und ständig in Kontakt mit den Verantwortlichen sei.

Dem Mangel an Bauplätzen in der Gemeinde Kötz soll ein neues Baugebiet abhelfen. Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, den Bebauungsplan „Wohngebiet Ulmer Straße/Emmenthaler Weg“ in Großkötz aufzustellen. Mit der Planung wurde das Büro Kling Consult beauftragt, etwa 25000 Euro sind dafür vorgesehen. Das Plangebiet liegt am westlichen Rand des Siedlungsbereichs von Großkötz und schließt an das Allgemeine Wohngebiet „Am Ulmer Weg“ an. Die beiden Flurstücke, die zu Bauland werden sollen, sind bisher überwiegend als Ackerfläche genutzt. Im Norden des Plangebiets verläuft die Ulmer Straße (Kreisstraße GZ5), im Süden wird das Gebiet durch den Emmenthaler Weg begrenzt, über den es auch erschlossen werden soll.

Knapp 1,9 Hektar groß ist die zu überplanende Fläche. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde Kötz ist das Gebiet als Wohnbaufläche verzeichnet, im Norden soll es demnach entlang der Kreisstraße einen Grünstreifen geben. Das Bauleitplanverfahren soll im beschleunigten Verfahren zur Einbeziehung von Außenbereichsflächen erledigt werden. Das bedeutet, dass weder eine Umweltprüfung noch ein naturschutzfachlicher Ausgleich notwendig werden. Das Honorar für die Planer in Höhe von annähernd 25000 Euro ist im Haushaltsplan 2019 eingestellt. (ilor)

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