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Hilfsaktion

29.04.2015

Wasser für die Erdbebenopfer

Mit Wasserrucksäcken wie diesen unterstützen die Rotarier immer wieder die Arbeit von Hilfsorganisationen in Krisengebieten. Auch der Günzburger Rotary Club hat jetzt wieder acht Wasserrucksäcke finanziert, die den Erdbebenopfern in Nepal helfen sollen.
Bild: Rotary Schwabmünchen

Die Versorgung der Überlebenden der Katastrophe wird zur großen Herausforderung. Warum sich auch der Günzburger Rotary Club jetzt in Nepal engagiert

Nach dem verheerenden Erdbeben vom vergangenen Samstag in Nepal wird das Ausmaß der Zerstörung immer deutlicher. Mehr als 3900 Menschen kamen ums Leben und mehr als 6500 wurden verletzt. Die Menschen in der strukturschwachen Region befinden sich in einer verzweifelten Situation. Viele von ihnen haben Familienangehörige und ihre gesamte Existenzgrundlage verloren. Besonders die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Wasser stellt eine extreme logistische Herausforderung für die Hilfsorganisationen dar. Die Günzburger Rotarier wollen vor allem hier helfen – sie beteiligen sich an den Hilfsaktionen.

Der Mediziner Dr. Christoph Lunz vom Rotary Club erklärt, warum: „Der Rotary Club Günzburg hat eine enge Verbindung zu Nepal. Vor zwei Jahren hat der Club ganz in der Nähe von Kathmandu eine erdbebensichere Schule für über 800 Kinder gebaut und eine zweite Schule ist derzeit in Bau.“

Um die akute Notsituation zu entschärfen und den Leuten vor Ort Krisenhilfe zu leisten, hat der Rotary Club Günzburg acht Wasserrucksäcke im Wert von 8000 Euro angeschafft und diese der Hilfsorganisation Humedica zur Verfügung gestellt. Jeder der Wasserrucksäcke wiegt etwa 23 Kilogramm und ist leicht auf dem Rücken einer Person zu transportieren. Das Prinzip: Verschmutztes Wasser wird oben in den Wassertank eingefüllt, durchläuft eine Batterie aus zwölf Filterplatten und ist dann als frisches, reines Wasser zapfbar. Der Wasserrucksack ist in der Lage, als Wasserfilteranlage bis zu 1200 Liter Wasser täglich zu reinigen. Dies reicht bei einem Wasserverbrauch von drei Litern für 400 Menschen pro Tag. Die acht Wasserrucksäcke können somit 3200 Menschen vor Ort mit frischem, lebensrettendem Wasser versorgen.

Lunz: „Die Wasserrucksäcke sind bereits auf dem Weg und werden mit einer Transportmaschine der Hilfsorganisation Humedica mit weiteren Hilfsgütern bereits nach Nepal gebracht. Es ist zu hoffen, dass dadurch die ärgste Not gelindert und Leben gerettet werden können.“

Die Rotarier in Günzburg haben immer wieder Wasserrucksäcke angeschafft, um damit Hilfsorganisationen zu unterstützen. Spenden für die Anschaffung weiterer Wasserrucksäcke für den Einsatz in solchen Krisengebieten sind dabei weiterhin willkommen an den Unterstützungsverein Rotary Club Günzburg, Konto IBAN DE 29 720690 430006 015638, BIC GENODEF1GZ, VR-Bank Donau-Mindel. (zg/rjk)

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