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20.07.2011

Wasser marsch aus 200 Metern Tiefe

UWB auf den Spuren der Wasserversorgung in Günzburg

Günzburg Vorausgesetzt, das Wasserleitungsnetz hält etwa 100 Jahre, so müssten die Stadtwerke Günzburg jährlich 1,4 Kilometer an Wasserleitungen erneuern, um auf dem Laufenden zu bleiben. „So ganz erreichen wir das derzeit noch nicht. Im Interesse der Zukunftssicherung unserer Wasserversorgung muss das aber unser Ziel sein“, sagte Werkleiter Johann Stelzle bei einem Besuch von etwa 20 Vertretern des Unabhängigen Wählerblocks (UWB) Günzburg.

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Die Gäste besuchten die Werke II und III der Günzburger Stadtwerke, um sich ein Bild von der Wasserversorgung der Großen Kreisstadt zu machen. Werkleiter Stelzle und der Wasserwerkschef Christian Eisele hatten eine ganze Menge Zahlen parat, die bei so manchem Teilnehmer großes Erstaunen hervorriefen.

So fördert der tiefste Brunnen im Brunnenfeld an der Römergasse, ein Arteser Brunnen mit 24 Grad Wassertemperatur, etwa 50 Liter pro Sekunde aus einer Tiefe von 260 Metern in die Aufbereitungsanlagen an der Heidenheimer Straße. Nicht viel steht ihm ein weiterer Arteser Brunnen im Brunnenfeld im Nauwald nach: Er pumpt sogar 75 Liter pro Sekunde aus 200 Meter Tiefe ins benachbarte Werk III im Waldbad. Neun weitere Brunnen sorgen dafür, dass der tägliche Wasserbedarf in Günzburg, der sich je nach Wetterlage zwischen 5500 und 7500 Kubikmeter bewegt, gestillt wird. Etwa die Hälfte dieser Wassermenge „schlucken“ die Industrieanlagen im Gewerbegebiet im Donauried.

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140 Kilometer lang

In etwa eine „Tagesration“ wird nachts in die Hochbehälteranlage im Birket gepumpt, um die Günzburger Haushalte mittels eines circa 140 Kilometer langen Leitungsnetzes mit dem notwendigen Nass zu versorgen.

Mit einem Augenzwinkern stellte Stelzle fest, dass man bei ihm für den Preis von einer halben Kiste Mineralwasser einen Kubikmeter bestes Leitungswasser in hochwertiger Trinkwasserqualität erhalten könne. „Wer hätte gedacht, dass das alles hinter dem einfachen Aufdrehen meines Wasserhahnes in meiner Küche steckt“, meinte ein Besichtigungsteilnehmer sichtlich beeindruckt. (zg)

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