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Bauausschuss

24.05.2019

Weg für Erweiterung bei Bendl ist geebnet

Günzburger Räte signalisieren dem Bauunternehmen Zustimmung für sein Projekt. Was dort geplant ist

Der einzige Tagesordnungspunkt in der öffentlichen Sitzung des Günzburger Bauausschusses kam recht unscheinbar daher: „Untergeordnete Betriebserweiterung Flurnummern 3380/2 und 3380/3 lautete der Titel. Doch dahinter verbirgt sich ein wichtiges Projekt – nicht nur für die Günzburger Firma Bendl, um die es in dieser Voranfrage geht.

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Denn Bendl möchte seinen Betrieb vergrößern, wie Oberbürgermeister Gerhard Jauernig auf Nachfrage unserer Zeitung sagte. „Konkret geht es zum einen um die Erweiterung des Betriebsgeländes, zum anderen um den Bau von Mitarbeiterwohnungen.“ Bislang liegt das Betriebsgelände auf der gegenüberliegenden Seite des Günzburger Lußwegs, heißt es in der Sitzungsvorlage, die der Bauausschuss auf dem Tisch liegen hatte. Mit der Erweiterung sollen eine Lagerfläche für Material und Schuttgüter, Baustoffe, Container und Maschinen, eine Lagerhalle mit offener Kranbahnanlage, ein Hochregallager, Lkw-Garagen, ein Büro und Labor sowie Muster- und eben Mitarbeiterwohnungen entstehen. Das Unternehmen hatte das Projekt der Stadt vorgelegt mit der Frage, ob es genehmigt werden könnte. Dabei ging es um die Frage, ob es als untergeordnete Betriebserweiterung gesehen werden kann. Das ist der Fall, wenn die Erweiterung weniger als 50 Prozent des Bestandes beträgt. Der Vorteil in diesem Fall: Es muss kein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. Zwar wird die Fläche des Firmengeländes (bisher gut 14800 Quadratmeter) um etwa 7400 Quadratmeter vergrößert. Doch die Erweiterungsfläche werde aufgrund der sehr beengten Verhältnisse auf dem Firmengelände dringend benötigt, so die Einschätzung der Stadtverwaltung. Durch die Nutzung des an das Betriebsgelände angrenzenden Grundstücks könnten Synergien genutzt, gleichzeitig eine Fläche im Gewerbegebiet Donauried freigegeben werden. Die wiederum brauche ein anderer Betrieb dringend zur Erweiterung.

Die Nutzung entspreche grundsätzlich dem Planungswillen der Stadt – ein Bebauungsplan sei also nicht erforderlich. Auch das geplante Gebäudevolumen sei genehmigungsfähig, heißt es in der Einschätzung weiter.

Das sahen auch die zehn anwesenden Mitglieder des Bauausschusses so und stimmten der Voranfrage einhellig zu. „Wir freuen uns, dass dieses wichtige Traditionsunternehmen sich in Günzburg weiter entwickeln kann“, sagt Oberbürgermeister Jauernig. Besonders positiv sei dabei auch zu bewerten, dass nach Legoland ein weiteres großes Unternehmen in Günzburg den Bau von bezahlbaren Wohneinheiten für Mitarbeiter angehe.

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