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07.07.2010

Weg ist frei für das Gewerbegebiet

Gegenüber der Messerschmittstraße entsteht das neue Gewerbegebiet, für das am Montagabend der Bebauungsplan beschlossen wurde. Fotos: Emil Neuhäusler

Jettingen-Scheppach Die Aufstellung des Bebauungsplanes "Gewerbegebiet Scheppach West II - Teil Nord" ist abgeschlossen. Der Bau- und Umweltausschuss hat in seiner Sitzung am Montagabend noch einmal über eingegangene Anregungen und Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange beraten und den Satzungsbeschluss gefasst.

Seine Freude drückte Bürgermeister Hans Reichhart darüber aus, dass die Planung in so kurzer Zeit trotz der großen Fläche von 16 000 Quadratmetern dank der vorbildlichen Zusammenarbeit der Behörden und des Planungsbüros Kling Consult verwirklicht werden konnte. "Wir haben unseren Teil abgearbeitet", so Reichhart, "der Bauherr, die Firma Robatherm, hat nun Rechtssicherheit."

Von Kling Consult waren parallel zur öffentlichen Auslegung 20 Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange angeschrieben worden. Diplomgeograf Peter Wolpert trug die eingegangenen Stellungnahmen vor und machte zu den einzelnen Punkten Beschlussvorschläge.

Der Bayerische Bauernverband vertritt die Auffassung, dass nur landwirtschaftlich extensiv genutzte Flächen als Ausgleichsflächen verwendet werden sollen. Zumindest ein intensiv bewirtschaftetes Grundstück sei in der Vorschlagsliste dabei. Der Bau- und Umweltausschuss wollte das jedoch nicht ändern. Denn die landwirtschaftliche Nutzung dieser Fläche werde durch die Deklarierung als Ausgleichsfläche grundsätzlich nicht infrage gestellt. Im räumlichen Verbund mit den östlich und weiter nördlich großflächig angrenzenden Grünlandbereichen trage die Ausgleichsfläche dazu bei, artenschutzrechtliche Belange durch eine Wiederherstellung des Wiesencharakters des Mindeltals zu stärken.

Weg ist frei für das Gewerbegebiet

60 Dezibel nicht überschreiten

Die Immissionsschutzbehörde des Landratsamtes wies darauf hin, dass es sinnvoll wäre, den Schallschutzpegel auf 60 Dezibel für die Tag- und Nachtzeit zu begrenzen. Dies entspreche, so der Ausschuss, den Vorgaben des Schallschutzgutachtens, das in der Ausführungsplanung angewendet wird. Der Forderung von Naturschutz und Landschaftspflege, günstige Voraussetzungen zum Erhalt der Artenvielfalt zu schaffen, kommt der Markt nach, indem er die Vorschläge beziehungsweise Ergebnisse eines Fachbeitrages des Büros Kling Consult in den Bebauungsplan einarbeitet und bei der Ausführung mit der Unteren Naturschutzbehörde eng zusammenarbeitet.

Rein privat genutzt

Ursprünglich war vorgesehen, das Gewerbegebiet über zwei Zufahrten zu erschließen: über die neue Verbindungsstraße nach Burgau und direkt über den Anschluss an die Staatsstraße 2025 gegenüber der Messerschmittstraße. Da die Gewerbefläche nur noch von einem einzigen Gewerbebetrieb genutzt wird, diene die zuletzt genannte Alternative nur noch der rein privaten Nutzung des Gewerbetreibenden und sollte deshalb in dessen Baulast fallen, so die Meinung des Staatlichen Bauamtes in Krumbach.

Dem Vorschlag folgte der Bau- und Umweltausschuss am Montagabend jedoch nicht. Die Marktgemeinde will an dieser verkehrsbedeutenden Stelle - auch ein Radweg führt vorbei - die Planungshoheit nicht aus der Hand geben. Die Gemeinde, so der einstimmige Beschluss, wird in Absprache mit der Straßenbehörde selbst als Bauträger auftreten.

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