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Landkreis Günzburg

23.12.2020

Weihnachten ist kein Stromfresser

Obwohl dieses Haus im stark weihnachtlich beleuchtet ist, führt dies laut LEW nicht unbedingt zu einem vermehrten Stromverbrauch.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Die Lechwerke zeigen, wie sich Energie in der Weihnachtszeit sparen lässt.

Hell erleuchtete Hausfassaden, Weihnachtsdekorationen mit tausenden von Lichtern und Festbeleuchtung im ganzen Haus. Es wird gekocht und gebacken, gefühlt wie in einer Großküche. Wir fragten beim regionalen Stromversorger Lechwerke (LEW) nach, wie hoch der Stromverbrauch an den Weihnachtstagen ist.

Da Stromzähler von Haushalten nur einmal im Jahr abgelesen werden, ließen sich grundsätzlich keine genauen Aussagen dazu machen, wie hoch der Verbrauch von Haushalten an einzelnen Tagen oder Wochen ist. Dies lasse sich nur für den Gesamtstromverbrauch im gesamten LEW Verteilnetz erheben.

Am 25. Dezember ist der Stromverbrauch am niedrigsten

„Wir registrieren in der Adventszeit keinen ’Weihnachtseffekt’ durch einen Mehrverbrauch von Haushalten, da in anderen Bereichen weniger Strom als sonst verbraucht wird, zum Beispiel in der Industrie“, sagt LEW-Sprecher Ingo Butters. Unter den Wintermonaten sei der Dezember eher ein schwächerer Monat. Der 25. Dezember zähle sogar zu den Tagen im Jahr, an denen der Stromverbrauch mit am niedrigsten ist, da die meisten Betriebe geschlossen haben. Monate mit vergleichsweise hohen Stromverbräuchen im gesamten Stromnetz seien November und Januar.

Aus Sicht des einzelnen Haushalts sei es logisch, dass am ersten Weihnachtsfeiertag mehr Strom verbraucht werde, als an anderen Tagen des Jahres. Die meisten Deutschen sind während der Weihnachtsfeiertage zuhause. Da wird gekocht und es gibt eine Festtagsbeleuchtung.

Tipps, wie sich der Energieverbrauch drossen lässt

Ingo Butters hat einige Energiespartipps, mit denen Haushalte einen Mehrverbrauch über die Advents- und Weihnachtszeit begrenzen können:

  • Backöfen benötigen im Umluftbetrieb bis zu 20 Prozent weniger Energie als Ober- und Unterhitze. Auch der Verzicht auf das Vorheizen des Backofens spart Energie.
  • Energiesparpotential bringt die Weihnachtsbeleuchtung: Moderne LED-Lichterketten sind etwa zehn Mal effizienter als herkömmliche Lichterketten mit kleinen Glühlampen, die noch in vielen Kellern lagern. Hat eine handelsübliche Lichterkette mit 100 Glühlampen eine Anschlussleistung von 34 Watt, so sind es bei einer gleichhellen LED-Lichterkette nur 3,5 Watt.
    Langfristig wirkt sich das auch auf die Stromrechnung aus: Brennt die Lichterkette zwei Monate lang jeden Tag acht Stunden, verbraucht die Glühbirnen-Lichterkette 16,6 Kilowattstunden (kWh) Strom. Das entspricht Kosten von etwa fünf Euro (auf Grundlage eines durchschnittlichen Arbeitsstrompreises von 30 Cent je kWh).
  • Die LED-Lichterkette hingegen benötigt im gleichen Zeitraum nur 1,7 kWh, wofür etwa 50 Cent zu zahlen sind – eine Ersparnis von 4,50 Euro.
  • Zeitschaltuhren, die zu festen Zeiten an- und ausschalten, reduzieren auch den Verbrauch. (bwz/zg)


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