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17.11.2017

Weiterbildung ist der Schlüssel

Finanzielle Förderung für Firmen

Der Arbeitsmarkt im Landkreis ist leer gefegt. Die Erwerbslosenquote liegt bei 1,8 Prozent, bei der Jugendarbeitslosigkeit macht die Quote gar nur 1,6 Prozent aus – ein bundesweiter Spitzenwert. Die Folge: Arbeitskräfte sind Mangelware. Doch es gibt noch ein Reservoir, wie Richard Paul, der Leiter der Agentur für Arbeit, im Wirtschafts- und Strukturbeirat betonte. Und die passende finanzielle Förderung.

Etwa 20 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis arbeiten in sogenannten Helferberufen. Ihre schulische und berufliche Qualifikation ist meist eher gering. Bei den Arbeitslosen liegt der Anteil derer, die für Helferberufe in Frage kommen, sogar zwischen 35 und 40 Prozent, wie Paul erläuterte.

Sein Vorschlag: Die Firmen sollten ihre Helfer weiterbilden und damit für höherwertige Arbeiten qualifizieren. Die damit frei werdenden Helferstellen könnten dann mit bislang Arbeitslosen besetzt werden. Die Agentur für Arbeit fördere solche Qualifizierungsmaßnahmen in hohem Maße, erklärte Paul weiter. Bei mittelgroßen Betrieben werden die Kosten einer Weiterbildung anteilig bezuschusst, bei Kleinbetrieben mit bis zu fünf Arbeitnehmern würden die Kosten komplett übernommen. Das entsprechende Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramm nennt sich WeGebAU.

Während der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2009 bis 2011 seien solche Programme „durch die Decke gegangen“, sagte Paul. Seinerzeit sei die Auftragsflaute von den Unternehmen genutzt worden, um Mitarbeiter besser zu qualifizieren. Momentan seien die Auftragsbücher voll, die Produktion habe daher Vorrang. Dennoch appellierte der Leiter der Arbeitsagentur an die Firmeninhaber, mit Weiterbildungen „die Potenziale im eigenen Haus zu heben“ und sich damit die Chance zu erhalten, weitere und meist dringend benötigte Mitarbeiter in den Helferberufen rekrutieren zu können. (kai)

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