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30.07.2010

Weniger Lärm und Verkehr

Ein Kreisverkehr soll die geplante Umgehungsstraße von Röfingen und Haldenwang sicher und flüssig in die Burgauer Straße einführen. Foto: Neuhäusler
Bild: Neuhäusler

Röfingen Eine neue Umgehungsstraße soll als Zubringer zur A 8 die Menschen in Haldenwang und Röfingen vom Verkehr entlasten. Die gemeinsam favorisierte Trasse führt weit ins Mindeltal hinein.

Nach einer ersten Auslegung des Bebauungsplans "Umgehungsstraße Haldenwang-Röfingen-Jettingen-Scheppach" wiesen deshalb die Träger öffentlicher Belange besonders auf die Verantwortung für die Tier- und Pflanzenwelt hin. Der Gemeinderat Röfingen arbeitete in seiner Sitzung am Mittwochabend die verschiedenen Anregungen von insgesamt 20 Behörden in den Bebauungsplan ein und beschloss gleichzeitig eine erneute Auslegung mit einer weiteren Anhörung der Träger öffentlicher Belange.

Hans-Günter Kanderske vom Büro Kling Consult teilte mit, dass außer dem Naturschutz alle übrigen Behörden grundsätzlich mit der ortsfernen Variante einverstanden sind. Die Umgehungsstraße wird befürwortet, da mit ihr Haldenwang und insbesondere Röfingen, das täglich mit etwa 16 000 Fahrzeugen zurechtkommen muss, wesentlich entlastet werden. Wichtigstes Element auf Röfinger Seite ist der Bau eines Kreisverkehrs zur Anbindung der neuen Umgehung an die B 10 aus Richtung Burgau.

Als eventuelle Schwachstelle sieht die Abteilung Verkehr im Landratsamt die beidseitig vorgesehene Querungs- bzw. Einfahrtsmöglichkeit der Anwandwege in die Umgehung. Nachdem es sich um eine sehr stark befahrene Straße handelt, könnten die auf freier Strecke einfahrenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge zur Gefahr werden. Es wird deshalb eine Über- oder Unterführung vorgeschlagen. Da dies einen großen Landverbrauch bedeuten würde und zudem immens teuer wäre, trägt der Gemeinderat diese Lösung nicht mit.

Weniger Lärm und Verkehr

Der Immissionsschutz sieht eine Verbesserung der Situation beim Verkehrslärm an der Staatsstraße 2025 und an der Bundesstraße B 10. Die Trasse, so die Behörde, erscheint zur Wohnbebauung auch ausreichend weit entfernt, um die Vorgaben der Verkehrslärmschutzverordnung erfüllen zu können.

Wichtiger Naturraum

Dagegen wünschen die Untere und die Höhere Naturschutzbehörde eine ortsnahe Umgehung. Nur die würde die empfindlichen Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebens- und Nahrungsräume schonen. Laut Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern handelt es sich beim Mindeltal um ein Schwerpunktgebiet des Naturschutzes mit herausragender Bedeutung für die Sicherung von Biotop- und Artenschutz. Mit seinem in großen Teilen noch erhaltenen Offenlandcharakter stelle das Mindeltal den wertvollsten Talraum in ganz Schwaben dar - etwa als Brut- und Nahrungsraum für streng geschützte Tierarten wie Weißstorch und Rotmilan. Außerdem seien die feuchten Auewiesen für viele bedrohten Arten als Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet wichtig. Diese Funktionen gelte es zu erhalten, zu entwickeln und zu optimieren.

Die Gemeinde Röfingen, so Bürgermeister Michael Mayer, sei sich der Verantwortung für die Natur bei dieser Baumaßnahme bewusst. Sie werde deshalb durch geeignete Ausgleichsmaßnahmen und Ausgleichsflächen den Erhalt der ökologischen Funktion des Mindeltals sicherstellen. (neu)

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