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Technik

30.03.2019

Weniger Papier in Gundremmingen

Die Stadt Günzburg hat es bereits. Die Marktgemeinde Gundremmingen will sich auch ein digitales Ratsinformationssystem zulegen.

Die Gemeinde will so schnell als möglich das digitale Ratsinformationssystem einführen. Warum die aktuelle Praxis Gemeinderat Willi Schiele „irgendwie weh tut“

In mehreren Sitzungen hatten Mitglieder des Gundremminger Gemeinderats in der Vergangenheit den Wunsch nach weniger Papier geäußert. Allein das Jahr 2018 fülle zwei dicke Ordner, hatte Bertram Fischer (CSU) kürzlich darauf angesprochen. Das soll nun ein Ende haben. Noch in dieser Periode will die Gemeinde Gundremmingen das digitale Ratsinformationssystem einführen und damit die Papierflut eindämmen.

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Die Verwaltungsgemeinschaft Offingen habe die Software dazu bereits beschafft, informierte Bürgermeister Tobias Bühler (CSU) bei der Sitzung am Donnerstag. Die komplette Einladung wird darin digital dargestellt und an die Gemeinderäte verschickt, eine Ladung in Papierform mit den entsprechenden Beschlussvorlagen ist nicht mehr erforderlich. Der größte Vorteil läge dabei im Bereich der Bauanfragen, so Bühler.

Wie es bereits bei der Stadt Günzburg gehandhabt wird, würde die Gemeinde Gundremingen für jedes Gemeinderatsmitglied ein iPad, auf dem das Modul eingerichtet wird, beschaffen und für die Dauer der Amtszeit zur Verfügung stellen. Die Geräte sind beschreibbar, eigene Anwendungen können nicht installiert werden. Weiter beinhaltet die Software für die Bürger die Möglichkeit, mit einem Link auf der Internetseite sowohl die Sitzungstermine, Tagesordnungspunkte und Niederschriften, als auch die Funktionen der Gemeinderatsmitglieder in den einzelnen Gremien einzusehen.

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Die Meinung der Räte war einheitlich und der Beschluss zur Beschaffung der Geräte mit geschätzten Kosten in Höhe von 6000 Euro erfolgte einstimmig. Dritte Bürgermeisterin Heike Eggenmüller-Hörsch (Freie Wähler) regte an, sich eventuell innerhalb der VG-Gemeinden einheitliche Geräte anzuschaffen, falls in diesen ebenfalls eine zeitnahe Umstellung erfolgen sollte. Eine Installation zusätzlicher Steckdosen im Sitzungssaal hielt Markus Wecker (GfG) aufgrund der langen Akku-Laufzeit der Geräte nicht für notwendig. Gemeinderat Willi Schiele (GfG) brachte es auf den Punkt: Der Lastwagen komme mit Papier, man trage es vom Keller herauf und werfe es anschließend weg – das tue irgendwie weh. Umwelt- und auch kostentechnisch werde man einiges einsparen, so Bürgermeister Bühler, der zuvor schon auf den zeitlichen Aufwand des Druckens und Kopierens hingewiesen hatte.

In seiner nächsten Sitzung wird sich der Gemeinderat mit der Erweiterung des Kindergartens wegen der deutlich gestiegenen Buchungszahlen beschäftigen, wie Bühler informierte. Ein Architekt wird dabei die verschiedenen baulichen Möglichkeiten vorstellen. Nach der vorübergehenden Genehmigung durch das Landratsamt wäre zum 1. Januar 2020 die Eröffnung einer zweiten Kinderkrippengruppe realisierbar. In der ersten Maiwoche werden voraussichtlich auch die Arbeiten für den neuen Kreisel nahe des neuen Gewerbegebiets beginnen.

Bertram Fischer sprach hinsichtlich der Einmündung der Eichbrunnenstraße in die Hauptstraße auf die eingeschränkte Einsicht in Richtung Westen an. Hier sollte man einen Verkehrsspiegel installieren. Bürgermeister Bühler erinnerte an eine vor zwei Jahren erfolgte Verkehrsschau, bei der die Polizei davon abgeraten habe. Er werde sich dem aber noch einmal annehmen. Man rede dabei von Kosten in Höhe von maximal 650 Euro und man könne sich gerne darüber Gedanken machen.

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